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PD Daily 

Riech mal: So wird deine Wäsche sauber, ohne dass die Umwelt leiden muss

Altbekannte Kniffe können uns helfen, beim Wäschewaschen die Natur zu schonen. Doch die Wissenschaft hat auch neue Tipps auf Lager.

8. November 2019  3 Minuten

»Kannst du mal riechen? Kann ich das T-Shirt noch mal anziehen?«

Verschwitzte und verdreckte Klamotten und Textilien rein zu waschen ist heutzutage keine große Sache mehr: Waschtrommel befüllen, Waschmittel rein, Knopf drücken – fertig. Und gerade weil Waschmaschinen uns das Leben so leicht machen, landet ein T-Shirt im Zweifel dann doch eher in der Trommel, als dass wir es noch mal anziehen.

»Hm, weiß nicht so recht … Nimm lieber ein frisches!«

Für dich ein kleiner Griff in die Waschtrommel, für unsere Umwelt insgesamt ein großes Problem: Denn Wäschewaschen verbraucht Energie und Wasser. Außerdem werden Waschmittelreste und – weil immer Carmen Maiwald zeigt, dass es für die meisten Kunstfasern gute natürliche Alternativen gibt mehr unserer Kleidungsstücke aus Kunststoff bestehen – Plastikfasern in unsere Gewässer geschwemmt. Dabei gibt es ein paar einfache Kniffe, mit denen sich beim Wäschewaschen etwas für die Umwelt tun lässt.

Die wichtigsten 3 kannten schon unsere Großmütter; sie mussten schließlich noch von Hand waschen und haben nicht mehr Aufwand betrieben als nötig. Doch ein besonders guter Tipp ist der Wissenschaft erst vor Kurzem ins Sieb gegangen:

  1. Wasche möglichst kalt

    Eine moderne Waschmaschine braucht ungefähr 50 Liter Wasser in einem normalen Waschgang. Um einen Teil davon auf 60 oder gar 90 Grad Celsius zu erwärmen, ist jede Menge Energie Bei einem Waschgang mit 60 Grad Celsius benötigt eine Waschmaschine rund 3 Mal so viel Energie wie mit 30 Grad Celsius. Bei 90 Grad sind es sogar fast 5 Mal so viel. nötig. Deshalb: Im Normalfall kalt oder mit 30 Grad Celsius zu waschen senkt den Energieverbrauch und damit den CO2-Ausstoß und die Kosten. Die Stromkosten pro Waschgang liegen bei 90, 60 und 30 Grad jeweils bei rund 50, 30 und 10 Cent. Ein weiterer Vorteil: Die Kleidung wird weniger in Mitleidenschaft gezogen, hält ihre Farben besser und hat ein längeres Leben.

    Wird die Wäsche dann noch sauber? In den allermeisten Fällen ja, denn wenn wir nicht gerade im Garten gearbeitet haben, ist unsere Wäsche in der Regel nur sehr leicht verschmutzt und es Studie über den Einfluss von Waschzeit, Temperatur und Waschmittel auf die Sauberkeit der Wäsche der »Society for Applied Microbiology« (englisch, 2014) bleiben auch beim Kaltwaschen keine bedenklichen Mengen an Keimen und Erregern in der Wäsche zurück.

    Nur wenn es um die Wäsche von kranken und immungeschwächten Personen geht – etwa Alte oder Kleinkinder –, sollte die Temperatur erhöht werden, um möglichst viele Erreger zu erwischen. Auch im Normalfall lohnt es sich, hin und wieder einen Waschgang mit höherer Temperatur zu machen, um zu Pressemitteilung der Universität Bonn: Vor allem in Krankenhäusern und Altenheimen können Waschmaschinen zu Keimschleudern werden verhindern, dass sich Keime in der Waschmaschine ansiedeln.