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Warum Frauen beim Arzt nicht gleichbehandelt werden sollten

Medikamente, Autos, Smartphones und sogar Städte sind meist auf männliche Bedürfnisse zugeschnitten. Für Frauen kann das lebensgefährlich sein. Doch mit den richtigen Daten ist die Lösung ganz einfach.

11. November 2019  11 Minuten

Es ist wirklich schwer zu verstehen. Wir fliegen zum Mond, tragen Mini-Computer in unseren Taschen, die uns jederzeit über alles Mögliche Auskunft erteilen, und sind sogar schon dabei, Hier schreibt Gastautor Kai Standvoss über die Vorurteile künstlicher Intelligenz künstliche Intelligenzen zu trainieren. Gleichzeitig gibt es jede Menge Wissenslücken, wenn es um ganz grundlegende Bedürfnisse der Hälfte der Menschheit geht – die Bedürfnisse von Frauen.

Stell dir eine Welt vor, in der dein Handy zu groß ist für deine Hand, in der dein Arzt dir die falschen Medikamente verschreibt und in der die Wahrscheinlichkeit, dass du bei einem Autounfall schwer verletzt wirst, 47% höher ist als für eine andere Bevölkerungsgruppe; eine Welt, in der du jede Woche unzählige Stunden unbezahlt arbeitest. Wenn dir das alles bekannt vorkommt, dann bist du wahrscheinlich eine Frau. – Caroline Criado-Perez, Autorin und Aktivistin

Die britische Autorin und Aktivistin Caroline Criado-Perez hat in diesem Jahr ein viel beachtetes Buch geschrieben, mit dem sie ein Problem auf die Agenda gesetzt hat, das erst mal wenig aufregend klingt, aber jeden Tag Menschenleben in Gefahr bringt: die Gender Data Gap. »Wie eine von Männern gemachte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert«, lautet der Untertitel der deutschen Ausgabe von »Unsichtbare Frauen«,

Mit Illustrationen von Mirella Kahnert für Perspective Daily

von Katharina Wiegmann 

Als Politikwissenschaftlerin und Philosophin interessiert sich Katharina dafür, was Gesellschaften bewegt. Sie hat da ein paar Fragen: Wer bestimmt die Regeln? Welche Ideen stehen im Wettstreit miteinander? Wie werden aus Konflikten Kompromisse? Einer Sache ist sie sich allerdings sicher: Nichts muss bleiben, wie es ist.

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