PD Daily 

So (un-)gesund ist Fruchtzucker wirklich

Lieber Apfelsaft als Cola: Fruchtzucker hat bis heute einen guten Ruf. Zu Recht?

12. November 2019  3 Minuten

»Mit der Süße aus Früchten« oder »natürliche Fruchtsüße« sind Slogans, die uns im Supermarkt häufig begegnen. Die Erzählung der Lebensmittelindustrie, die dahintersteckt: Zwar habe das Produkt einen hohen Anteil an Zucker, dieser sei aber rein natürlich und damit weniger bedenklich als herkömmlicher weißer Kristallzucker.

Tatsächlich werden unseren Lebensmitteln hauptsächlich 3 verschiedene Zuckerarten als Süßungsmittel zugesetzt: Glucose (Traubenzucker), Fructose (Fruchtzucker) und Saccharose (Haushaltszucker). Die meisten Zuckersorten, die wir in unseren Lebensmitteln finden, setzen sich aus diesen drei Zuckern zusammen. Oft wird Zucker in Lebensmitteln auch als Sirup eingesetzt. Häufig ist hier beispielsweise die Isoglucose – ein Sirupgemisch, das Glucose und Fructose enthält und besonders preisgünstig ist.

Was ist dran am viel beschworenen Fruchtzucker? Ist er tatsächlich gesünder als die beiden anderen Zuckerformen?

Wie gut ist Fruchtzucker wirklich?

Unser Haushaltszucker, die Saccharose, setzt sich eins zu eins aus Fructose und Glucose zusammen: Ein Enzym spaltet ihn zunächst rasch in diese beiden Zuckersorten auf, die dann vom Körper weiterverarbeitet werden. Deshalb ist die eigentliche Frage: Ist Fructose oder Glucose gesünder?

Fruchtzucker galt früher tatsächlich als gesunde Alternative zur Glucose. Denn er wird direkt in der Leber verstoffwechselt – und hier in Energie umgewandelt. Mediziner gingen davon aus, dass das vorteilhaft für unsere Gesundheit wäre, weil sich der Zucker so kaum auf den Insulinspiegel auswirkt.

Titelbild: Mae Mu - CC0

von Lara Malberger 

Das Netz ist voller Tipps und Ratschläge – und Menschen, die damit ihre Probleme lösen wollen. Doch meistens gibt es nicht »die« eine richtige Lösung. Aber was ist sinnvoll? Und was kann weg? Um so nah wie möglich an eine Antwort heranzukommen, hat Lara Wissenschaftsjournalismus mit Schwerpunkt Biowissenschaften und Medizin in Dortmund und Digital Journalism in Hamburg studiert.

Themen:  Essen   Gesundheit   Psychologie  

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