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Dauernd schlapp? Mit diesen 4 Tipps bezwingst du deinen Winterblues!

Mangelndes Sonnenlicht macht im Winter antriebslos und müde. Was Mediziner und Biologen darüber wissen und wie du auch an dunklen Tagen neue Kraft schöpfst.

2. Dezember 2019  9 Minuten

Es ist dunkel und der Atem bildet weiße Dampfwolken in der kalten Luft. Meine Gedanken drehen sich darum, wie ich schnell wieder ins Warme komme. Die Tage werden kürzer und das Sonnenlicht seltener: Den Weg zur Arbeit und zurück nach Hause absolviere ich fast vollständig im Dunkeln. Nur in der Mittagspause komme ich etwas ans Licht und an die frische Luft.

Oft fühle ich mich so, als hätte ich dadurch weniger Energie als im Sommer. Statt am Abend noch rauszugehen, Sport zu treiben oder etwas zu unternehmen, möchte ich lieber auf dem Sofa sitzen und Serien schauen oder ein Buch lesen. Zu Beginn der kalten Jahreszeit finde ich das auch noch angenehm, irgendwie behaglich, doch nach einer Weile ärgere ich mich über meinen mangelnden Antrieb. Ich fühle mich dann ständig so, als hätte ich meine Zeit irgendwie verschwendet.

Ich frage mich: Woran liegt es, dass einige Menschen im Winter so wenig Energie haben? Und gibt es irgendetwas, das wir dagegen tun können?

Was mangelndes Sonnenlicht mit uns macht

Tatsächlich ist es keine Einbildung, dass uns im Winter zeitweise der Antrieb fehlt. »Im Schnitt schlafen Menschen im Winter 20 Minuten länger als im Sommer«, sagt Till Roenneberg, der seit vielen Jahren an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Bereich der Chronobiologie Die Chronobiologie ist die Lehre von zeitlichen Prozessen in Lebewesen. In der Natur wiederholen sich Prozesse im Jahres-, Monats-, Wochen- und Tagestakt. So fliegen Vögel zu bestimmten Jahreszeiten in den Süden, und Maiglöckchen, Märzenbecher und Osterglocken tragen ihre Zeitangabe sogar im Namen. Der Mensch wiederholt die meisten Rhythmen (wie den Schlaf-Wach-Rhythmus oder die Ausschüttung von Hormonen) innerhalb von etwa 24 Stunden. In der Schlafforschung untersuchen Chronobiologen, wie unsere körperlichen Prozesse mit dem Hell-Dunkel-Rhythmus der Erde zusammenhängen und wie unterschiedliche Schlaf-Wach-Rhythmen zustande kommen.

Mit Illustrationen von Tobias Kaiser für Perspective Daily

von Lara Malberger 

Das Netz ist voller Tipps und Ratschläge – und Menschen, die damit ihre Probleme lösen wollen. Doch meistens gibt es nicht »die eine, richtige« Lösung. Aber was ist sinnvoll? Und was kann weg? Um so nah wie möglich an eine Antwort heranzukommen, hat Lara Wissenschaftsjournalismus mit Schwerpunkt Biowissenschaften und Medizin in Dortmund und Digital Journalism in Hamburg studiert.

Themen:  Gesundheit   Psychologie  

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