So schwer es fällt: Redet über den Wiederaufbau!

Hätte eine faire Stadtplanung den Krieg in Syrien abwenden können? Möglicherweise. Kann sie zukünftige Konflikte verhindern? Ja! Das sagen Stadtplaner in Syrien und Deutschland.

21. Oktober 2016  10 Minuten

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Wenn die syrische Architektin Marwa Al-Sabouni ihre Heimatstadt Homs Die Provinzstadt Homs liegt im Westen Syriens, nahe der Grenze zum Libanon. Vor dem Krieg lebten rund 1,2 Millionen Menschen in der Stadt. vor dem Krieg beschreibt, nehmen ihre Worte Umrisse und Formen an; damit baut sie Gebäude, Straßen, Stadtzentren nach, die heute in Trümmern liegen. In Sichtweite der Ruinen der zerbombten Altstadt wohnt die 35-jährige Syrerin mit ihrem Mann und ihren 2 Kindern. Die kleine Familie hat bis Homs galt bis zum Ende der Belagerung als die »Hauptstadt der Revolution« heute die über 3 Jahre lang andauernde Belagerung von Homs durch das syrische Regime und die Straßenkämpfe der Rebellen durchlebt.

Monatelang hörten wir die Bombeneinschläge, Explosionen von Mörsergranaten und das Donnern einstürzender Gebäude. Dennoch, unser zweistöckiges Haus hielt stand in der engen Straße, mit den kleinen Läden und Werkstätten im Erdgeschoss – unser Zuhause. – Marwa Al-Sabouni per E-Mail

Titelbild: dpa/Ahmed Muhammed Ali - copyright

von Juliane Metzker 
Juliane schlägt den journalistischen Bogen zu Südwestasien und Nordafrika. Sie studierte Islamwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin im Libanon. Durch die Konfrontation mit außereuropäischen Perspektiven ist ihr zurück in Deutschland klar geworden: Zwischen Berlin und Beirut liegen gerade einmal 4.000 Kilometer. Das ist weniger Distanz als gedacht.

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