PD Daily 

5 Bücher über das Internet und unsere Zukunft, die du deiner Familie zu Weihnachten schenken solltest

Achtung, die Lektüre könnte eventuell verunsichern. Und das ist gut so.

20. Dezember 2019  4 Minuten

Weihnachten ist das Fest des erzwungenen Funklochs. Niemals sonst während des Jahres wird das Tippen auf Smartphones und Computerbildschirmen so mit Sanktionen belegt wie über die Feiertage – wenn doch die Familie beisammensitzt und der Christbaum so schön funkelt.

Diese Ruhe von der digitalen Welt könnte zu der Annahme verleiten: »Es geht ja auch ohne! Alles ist wieder so wie früher.«

Falsch: Denn das Internet schläft nicht, wenn man nicht hinschaut. Und es wird auch nicht eines Tages wieder verschwinden. Es hat unsere Welt längst durchdrungen, bestimmt den Takt unseres Lebens und beschleunigt uns in eine Zukunft, die mit jedem neuen technischen Durchbruch einen Hier schreibe ich über einen der letzten großen Durchbrüche, den Quantencomputer. großen Sprung auf uns zu macht.

Digital Immigrants?

Diese Bezeichnung steht ohne Abwertung für Personen, die vor 1980 geboren wurden, mit der modernen Informationstechnologie nicht aufgewachsen sind und sie damit nicht intuitiv verstehen, sondern sie sich erst nachträglich anlernen mussten.

Wie aber kriegt man die Digital Immigrants der Familie dazu, sich näher mit dieser Zukunft zu beschäftigen und dann auch mit ihren Risiken und Nebenwirkungen? Mit den richtigen Geschenken zum Lesen. Aber Vorsicht, diese haben es in sich …

1. Das Internet muss weg. Eine Abrechnung – Schlecky Silberstein

Der Blogger und Online-Comedian Schlecky Silberstein Silberstein ist ein Künstlername. Er heißt eigentlich Christian Brandes und ist Hauptautor des internetkritischen Online-Satireformats »Bohemian Browser Ballet« von funk, welches 2019 mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Kinder und Jugend ausgezeichnet wurde. hat die Nase voll vom Netz, spätestens seitdem Donald Trump in den USA an der Macht ist. Denn der polternde Präsident konnte nur deshalb ins Weiße Haus einziehen, weil er das Internet als Propagandamaschine genutzt hat. Da zeigte sich, wie wenig dran ist an der Idee eines aufgeklärten Netzbürgers, der Lügen als solche enttarnt. Stattdessen werden Internetnutzer darauf trainiert, in sozialen Medien reflexartig auf Empörung zu reagieren – reduziert zum »Klick-Vieh«.

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von Dirk Walbrühl 
Dirk ist ein Internetbewohner der ersten Generation. Ihn faszinieren die Möglichkeiten und die noch junge Kultur der digitalen Welt, mit all ihren Fallstricken. Als Germanist ist er sich sicher: Was wir heute posten und chatten, formt das, was wir morgen sein werden. Die Schnittstellen zu unserer Zukunft sind online.
Themen:  Gesellschaft   Bildung   Internet  

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