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PD Daily 

So heiß wird es, wenn die ganze Welt wie Siemens, RWE und Co. wirtschaftet

Diese Woche hat gezeigt: Deutsche Konzerne müssen den Klimawandel mitdenken, um nicht unter die Räder zu kommen. Doch eine Studie offenbart: Davon sind sie noch weit entfernt.

17. Januar 2020  4 Minuten

Wenn die größten deutschen Konzerne im Jahr 2020 in den Schlagzeilen landen, dann hat das in der Regel mit der Klimakrise zu tun. 3 Beispiele aus den letzten Tagen:

  • Siemens: Vergangene Woche hatte die Info Die »Süddeutsche Zeitung« berichtete über den Entschluss von Siemens, am Kohleauftrag in Australien festzuhaltendie Runde durch die Medien gemacht, dass Siemens vor geraumer Zeit einen kleinen Teilauftrag am Bau der weltgrößten Kohlemine in Australien ergattert hatte. Kohle setzt bei der Stromerzeugung bekanntlich Unmengen CO2 frei. Dieses CO2 wiederum heizt das Klima derart auf, dass jenes Australien, das derzeit lichterloh in Flammen steht, einer noch heißeren und trockeneren Zukunft entgegentaumelt.

    Daraufhin hatten viele Menschen Siemens aufgefordert, den Auftrag abzublasen – was der Aufsichtsrat von Siemens am Sonntag jedoch ablehnte. Die Signalanlage, die die kohlebeladenen Züge sicher von der Mine zum Verladehafen leiten soll, wird vom deutschen Konzern gebaut werden.
  • Lufthansa: Carsten Spohr, Chef der Lufthansa, Der »Spiegel« berichtete über die Äußerungen des Lufthansa-Chefs über Emissionskompensationhatte bei einer Veranstaltung beklagt, dass nur ein winziger Bruchteil der Kunden freiwillig gegen Aufpreis seine Flugemissionen kompensiert. Eine Besteuerung von Kerosin hingegen lehnt er ab.