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5 Alternativen zu Wind und Sonne: Gehört diesen Energiequellen die Zukunft?

Ob Meeresgezeiten, heiße Erde oder Mini-Atomkraftwerke: Es gibt viele Möglichkeiten, sauberen Strom zu gewinnen. Welche wird sich durchsetzen?

30. Januar 2020  12 Minuten

Aus der Sicht der Physik ist unsere Erde voller Energie. Energie ist überall, in rauen Mengen, und sie hat viele Gesichter. Sie steckt in den Wasser- und Windmassen, die mit urgewaltiger Kraft durch Flüsse, Ozeane und die Atmosphäre treiben. Jede Stunde treffen fast 180.000 Terawattstunden Das ist mehr als alle Energie, die sämtliche Erdenbürger verbrauchen – pro Jahr! Sonnenenergie auf die Erdoberfläche. Und wenn wir in die Erde graben, stoßen wir nicht nur auf Öl, Gas und Kohle, sondern auch auf heiße Quellen oder radioaktives Uran.

Uns mit Energie zu versorgen sollte also theoretisch kein Problem sein, denn es ist ja genug davon da. Doch wir müssen erst mal rankommen, also Ideen und Technik entwickeln, um sie zu erschließen und für uns nutzbar zu machen, sie in Strom zu wandeln. Bei Wind und Sonne funktioniert das schon gut. Aber was ist mit dem Rest?

Wind und Sonne dominieren bei den Erneuerbaren

Fast 3/4 des erneuerbaren Stroms in Deutschland stammt aus Wind und Sonne. Biomasse ist nah dran – doch es gibt noch viele weitere Energiequellen. (in Prozent)

Quelle: Strom Report

Hier sind 5 Möglichkeiten, alternative Energiequellen zu nutzen:

Das Gezeitenkraftwerk: Den Mond nutzen

Wie funktioniert es?

Während der Mond um die Erde kreist, Der Mond kreist eigentlich nur rund alle 27 Tage um die Erde. Ebbe und Flut treten aber gut alle 12 Stunden auf. Der Grund dafür: Es ist die Rotation der Erde selbst, die die Gezeiten verursacht. Aus unserer Perspektive sieht es dadurch natürlich so aus, als drehe sich der Mond einmal am Tag um uns herum. zieht er die Wassermassen der Meere und Ozeane an, sodass diese von Küste zu Küste schwappen – wie ein Glas Wasser, das man schnell auf dem Tisch in einer Kreisbahn zieht. Das Ergebnis kennen wir als die Gezeiten, Ebbe und Flut. In den gigantischen Wassermassen, die tagtäglich vor und zurück fließen, stecken Unmengen Energie. Einen Teil davon ernten Gezeitenkraftwerke mit Turbinen, die vom Wasser umströmt und angetrieben werden. Wie ein Windrad – nur eben unter Wasser.