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PD Daily 

Dieser Mann kam aus dem Gefängnis frei, weil ihn eine KI entlastet hat

Der Fall zeigt: Die Revolutionierung der US-amerikanischen Justiz durch künstliche Intelligenz ist in vollem Gange.

25. Februar 2020  4 Minuten

Lydell Grant hätte eigentlich den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringen sollen. Der Texaner war wegen eines Mordes verurteilt worden, den er immer abgestritten hat. Grant ging ins Gefängnis, während der echte Täter weiter auf freiem Fuß blieb. Bis eine künstliche Intelligenz Grant nun entlastete und seine Freiheit nach 7 Jahren Haft zum Greifen nah ist.

Und so kam es dazu.

Der Mord, den er nie begangen hat

Das Opfer war der zur Tatzeit 28-jährige Aaron Scheerhoorn. An einem Freitagabend im Jahr 2010 war er spätabends zu Fuß in Houston (Texas) unterwegs, als er angegriffen wurde. Der Angreifer verfolgte ihn, stach ihn vor den Augen von Zeugen nahe eines Nachtclubs nieder und entkam, bevor die Polizei eintraf.

Die polizeiliche Beschreibung: Ein dunkelhäutiger Mann zwischen 25 und 30, an die 1,90 Meter groß mit dunklem Haar und einem orangenfarbenen Sweatshirt. Ein Beispiel für einen damaligen Zeitungsartikel während der Fahndung (englisch, 2010) Eine sehr vage Beschreibung. Als Lydell Grant der Polizei später wegen Fahrens ohne Führerschein auffiel und er auf die Beschreibung passte, kam es zu einer Gegenüberstellung auf der Wache. Die Geschichte der Verhaftung bei »NBC-News« (englisch, 2019) Dabei wollten 6 der 7 anwesenden Augenzeugen in ihm den Täter wiedererkannt haben.