Interview 

Wer davon profitiert, dass Millionen Menschen in Unsicherheit leben

Die Autorin Veronika Bohrn Mena erklärt im Interview, wie sich die Unsicherheit in den Alltag der Menschen frisst und warum sich trotzdem kaum ein Land gegen die Ursachen wehrt.

4. März 2020  15 Minuten

Schon seit längerem brodelt es in Europa. In Frankreich protestieren nicht nur die Gelbwesten, auch Studierende und sogar Feuerwehrleute gehen gegen den Abbau des Sozialstaates und die immer unsicherer werdenden Arbeitsverhältnisse auf die Straße. In Großbritannien ist der Brexit zwar oberflächlich eine Folge von Unzufriedenheit mit der überbordenden EU-Bürokratie. Lies hier den »World Inequality Report« (2018, PDF) Dahinter stehen aber auch Abstiegsängste, die geringe Chance auf gesellschaftlichen Aufstieg und die augenfällige Vergrößerung sozialer Ungleichheit. In vielen europäischen Ländern wie Italien oder auch Deutschland bietet die Angst vor finanziellem Abstieg, die bis in die Mittelschicht vorgedrungen ist, gepaart mit Hier findest du einen Artikel zum komplexen Zusammenhang von Prekarität und Rechtspopulismus einer immer schärferen sozialen Ungleichheit einen Nährboden für Rechtspopulismus.

Lies hier mehr dazu, warum die Welt gerade in Aufruhr ist In unserem Artikel zu den aktuellen Protesten

Titelbild: Dimitry B - CC0

von Benjamin Fuchs 

Jeder weiß: Unsere Arbeitswelt verändert sich radikal und rasend schnell. Nicht nur bei uns vor der Haustür, sondern auch anderorts. Wie können wir diese Veränderungen positiv gestalten und welche Anreize braucht es dafür? Genau darum geht es Benjamin, der erst Philosophie und Politikwissenschaft studiert hat, dann mehr als 5 Jahre als Journalist in Brasilien lebte und 2018 zurück nach Deutschland gekommen ist. Es gibt viel zu tun – also: An die Arbeit!

Themen:  Gerechtigkeit   Europa   Arbeit  

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