Kommentar 

Niemand weiß, was jetzt passiert? Dann Schluss mit der Panikmache!

»DAS ENDE DER WELT (wie wir sie kennen)« titelt der aktuelle »Spiegel«. Auf dem Cover rast ein überdimensionaler Trump-Kopf mit geöffnetem Mund und brennendem Kopf auf den Erdball zu. Was soll das? Ein Kommentar zur Verantwortung der Medien.

14. November 2016  8 Minuten

»Es wird einsam um Europa«. »Spiegel Online« weiß am Tag nach der US-Wahl: »Es wird einsam um Europa« Mit diesem Titel reihte sich »Spiegel Online« am vergangenen Donnerstag in die Reihen der Untergangspropheten ein. Der Artikel ist ein gutes Beispiel dafür, wie zahlreiche Medien derzeit selbst Teil des Problems sind. Markus Becker, Nach Angaben von »Spiegel Online« begann Becker 2002 im Politik-Ressort. In den Jahren 2003–2015 war er Ressortleiter Wissenschaft, seit vergangenem Jahr ist er Korrespondent in der Redaktionsvertretung Brüssel. Korrespondent in Brüssel, prophezeit darin: »Auf die Europäische Union kommt jetzt das zu, was Amerikaner als ›perfect storm‹ bezeichnen.«

Warum? In Kurzform: Russische Propaganda und Expansionspolitik, eine Türkei, die zur Diktatur werde, die Gefahr durch Populismus – »und jetzt auch noch Trump«, der Unberechenbare. Alles sei aus den Fugen, selbst eine Bundeskanzlerin Frauke Petry nicht ausgeschlossen in dieser Zeit, in der nichts mehr vorhersehbar sei. Außer offenbar für den ehemaligen US-Botschafter John Kornblum, John Kornblum begann seine diplomatische Karriere bereits 1964. Von 1997 an war er 4 Jahre US-Botschafter in Berlin.

Titelbild: Kreg Steppe - CC BY-SA

von Frederik v. Paepcke 

Frederik interessiert sich für etwas, das zunächst sperrig klingt: Systeme. Welchen Einfluss haben scheinbar unsichtbare Strukturen auf unseren Lebens-Alltag? Als Anwalt, Unternehmensberater, Gründer und Diplomat hat Frederik unterschiedlichste Perspektiven kennengelernt und ist überzeugt: Vom kleinen Startup bis hin zum großen Völkerrecht sollten wir weniger an das Gewissen des Einzelnen appellieren und stattdessen mehr an systematischen Veränderungen arbeiten.

Frederik war bis Juli 2017 Stammautor bei Perspective Daily und ist seitdem Gastautor.

Themen:  Gesellschaft   Demokratie   Journalismus  

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