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Kann ein Onlinekurs glücklicher machen? Ich habe es ausprobiert

Die Yale-Universität bietet die »Wissenschaft des Wohlbefindens« jetzt für alle an. Ich verrate dir, was ich in dem Kurs gelernt habe – und gebe dir gemeinsam mit Deutschlands Glücksministerin Tipps für das Leben während der Pandemie.

23. April 2020  11 Minuten

Es ist Sonntagnachmittag, ich stehe mitten im Wald und denke an das Virus. Irgendwie schaffe ich es nicht loszulassen, dabei gehe ich gerade mit meiner Frau und meinem Sohn bei strahlendem Sonnenschein spazieren. Es ist ein perfekter Frühlingstag, die Sonne scheint warm auf mein Gesicht – nur meine Gedanken drehen sich im Kreis:

War der hustende Mann im Supermarkt hinter mir infiziert? Wie lange hält Deutschland die räumliche Distanz noch durch? Ob meine Lieblingscafés am Ende des Jahres noch da sind? Verflixt, ich würde so gern mal wieder ins Kino!

Immerhin dürfte ich mit diesen Sorgen und Sehnsüchten derzeit nicht allein dastehen. Doch so kann es nicht weitergehen: Krise hin oder her – mein Glück darf davon nicht abhängen, beschließe ich.

Aber wie schafft man es, in einer Ausnahmesituation glücklich zu sein – geht das überhaupt?

Über eine mögliche Lösung war ich während einer Recherche gestolpert. Sie heißt The Science of Well-Being Auf Deutsch: »Die Wissenschaft des Wohlbefindens« und ist ein Kurs der renommierten Yale University in Connecticut (USA). Seit Ende März ist er online kostenlos für alle verfügbar. »Einen Versuch ist es wert«, denke ich und trage mich noch am Abend ein.

Das war vor 3 Wochen. Heute, nachdem ich etwa die Hälfte des Kurses durchgearbeitet habe, fühle ich mich tatsächlich besser und bin sicher: Dieser Kurs kann dabei helfen, auch mit Ausnahmesituationen zurechtzukommen.

Titelbild: Anton Luzhkovsky - copyright

von Dirk Walbrühl 

Dirk ist ein Internetbewohner der ersten Generation. Ihn faszinieren die Möglichkeiten und die noch junge Kultur der digitalen Welt, mit all ihren Fallstricken. Als Germanist ist er sich sicher: Was wir heute posten und chatten, formt das, was wir morgen sein werden. Die Schnittstellen zu unserer Zukunft sind online.

Themen:  Gesellschaft   Psychologie   Gesundheit  

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