PD Daily 

Wie Corona deine Stadt grüner, flexibler und gerechter macht

Aus der Pandemie lässt sich für die Stadtplanung eine Menge lernen: So können Städte auch widerstandsfähiger für den Klimawandel werden

19. Mai 2020  5 Minuten

Epidemien haben immer wieder die Stadtplanung beeinflusst. In London entstand nach mehreren tödlichen Cholerawellen Mitte des 19. Jahrhunderts ein weit verzweigtes Abwassersystem, Straßen wurden seither breiter angelegt, die Menschen dort sollten so besser Abstand voneinander halten können. Der Grund war damals die noch weit verbreitete Annahme, Cholera werde durch stinkende Fäulnisgase ausgelöst. Der Designer des New Yorker Central Park gestaltete die grüne Lunge Manhattans auch in der heute esoterisch wirkenden Annahme, Hier findest du mehr Informationen dazu, wie die Cholera Städte verändert hat (englisch, 2020) Sonne und das Grün der Bäume könne die Luft »desinfizieren«.

Jetzt, während die Welt gegen das Coronavirus kämpft, Ein neues Netzwerk aus Aktivist:innen und Wissenschaftler:innen ruft auf, an einer resilienten Gesellschaft zu arbeiten (englisch, 2020) denken Stadtplaner:innen, Ökonom:innen und Transformationsforscher:innen darüber nach, wie sich Lehren der Pandemie nicht nur für Länder, sondern auch für Städte ziehen lassen. Auch auf die Klimakrise finden Bürgermeister:innen eigene Antworten, schreibt Felix Austen Denn gerade auf lokaler Ebene gibt es neue Entwicklungen als Reaktionen auf die Krise. Berlin behält die meisten neuen Fahrradwege wohl permanent Pop-Up-Fahrradwege in Paris oder Berlin verteilen die Verkehrsfläche neu, viele wohl dauerhaft. In der Krise haben sich Verwaltungen angepasst, um schneller auf die plötzlichen Herausforderungen reagieren zu können. Welche Lehren stecken darin – nicht nur wenn es um künftige Pandemien geht, sondern auch für die andere große Krise, den Klimawandel?

Ein zentrales Wort, das immer wieder auftaucht ist »Resilienz«, Die Psychologie kennt »Resilienz« ebenso wie die Ökologie oder die Soziologie. Immer geht es darum, wie widerstandsfähig eine Einheit, ein Organismus oder eine Gesellschaft gegenüber externen Störungen oder Schocks ist. Hier geht es darum, wie eine Wirtschaft oder eben eine Stadt darauf vorbereitet ist, auf eine Viruspandemie oder einen bedrohlichen Vorgang wie den Klimawandel zu reagieren. also die Malte Werner erklärt, was Menschen so widerstandsfähig macht Widerstandsfähigkeit eines Systems gegen Schocks von außen. Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat sich Das Diskussionspapier des Wuppertal Instituts zur resilienten Post-Corona-Stadt (2020, PDF) in einem Diskussionspapier gefragt, was eine klimawandelresiliente Stadt ausmacht und welche Lehren aus dem Kampf gegen die Coronapandemie mitgenommen werden können.

Titelbild: chuttersnap - CC0

von Benjamin Fuchs 

Jeder weiß: Unsere Arbeitswelt verändert sich radikal und rasend schnell. Nicht nur bei uns vor der Haustür, sondern auch anderorts. Wie können wir diese Veränderungen positiv gestalten und welche Anreize braucht es dafür? Genau darum geht es Benjamin, der erst Philosophie und Politikwissenschaft studiert hat, dann mehr als 5 Jahre als Journalist in Brasilien lebte und 2018 zurück nach Deutschland gekommen ist. Es gibt viel zu tun – also: An die Arbeit!

Themen:  Klima   Gesellschaft   Urbanes Leben  

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