PD Daily 

Lederherstellung ohne Gifte? Der Olivenbaum macht es möglich

Konventionell gegerbtes Leder vergiftet Arbeiter:innen, Konsument:innen und die Umwelt. Doch es geht auch ohne Blei, Arsen und Quecksilber – dem Olivenbaum sei Dank.

29. Mai 2020  3 Minuten

Abfall: Laut Duden sind das »Reste, die bei der Zubereitung oder Herstellung von etwas entstehen.« Gleichzeitig sind das »unbrauchbare Überreste«, wie im selben Unterpunkt zu lesen ist. Die 2 Definitionen weichen weit voneinander ab. Wie viel nachhaltiger und effizienter könnte unsere Welt sein, wenn »Abfall« neu gedacht wird?

Was für den einen entsorgt gehört, ist für den anderen ein nützlicher Wertstoffrest.

Das zeigen die Blätter des Olivenbaums, die beim Rückschnitt der Bäume und nach der Ernte der Früchte massenhaft zu Boden rieseln. Lange Zeit gab es dafür keine Verwendung, die Bäuer:innen mussten sie mühsam einsammeln und – mangels Alternativen – im Freien verbrennen.

Olivenblätter fallen als »Abfall« beim Rückschnitt der Bäume und bei der Ernte an. – Quelle: wet-green copyright

Bis zum Jahr 2008. Auf der Suche nach einem alternativen Gerbmittel für Leder fanden kleine Unternehmen aus Deutschland und Spanien unter Mithilfe des EU-Förderprogramms Hier gelangst du zur Website des EU-Förderprogramms »eurostars« einen neuen Nutzen für den

Titelbild: wet-green - copyright

von Vincent Suppé 

Vincent Suppé studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie. Nach einem Jahr bei der »Münchner Abendzeitung« besuchte er die Deutsche Journalistenschule. Seit seinem Abschluss leitet er das Factchecking-Team des funk-Formats »Walulis« und arbeitet als freier Autor für verschiedene Zeitungen. Gern schreibt er über München und seine Bewohner.

Themen:  Konsum   Nachhaltigkeit  

Die Diskussionen sind leider nur für Mitglieder verfügbar.

Weitere Artikel für dich