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Wie reparieren wir die (a-)sozialen Medien?

4 Forscher haben die großen Probleme der Plattformen durchleuchtet – und wissen, wie wir sie lösen.

15. Juli 2020  10 Minuten
  • Ein Vater postet ein Video auf der Onlineplattform Tiktok. Darin zu sehen ist sein Sohn, noch ein Kleinkind, der mit ihm im Auto sitzt. Der Vater filmt, wie sich sein Kind immer wieder erschreckt, als er den Wagen plötzlich beschleunigt. Er titelt »Findet ihr ihn süs:like«. Das Video des »Tiktok«-Nutzers »aqua10k« 550.000 Menschen gefällt das. Dass der Vater dabei die Straße vernachlässigt und nicht auf die Bitte seines Sohnes eingeht, langsamer zu fahren, scheint nebensächlich.
  • Eine Instagram-Influencerin teilt ein Video, wie sie den Sitz einer Flugzeugtoilette ableckt. Sie nennt es »Coronavirus Challenge«. Sie wird zum Trend: Auf sozialen Medien filmen sich zahlreiche Nachahmer:innen, Wie Ava Louise die »Coronavirus Challenge« ins Leben rief die Haltegriffe in der U-Bahn oder gleich mehrere Produkte im Supermarkt ablecken.
  • Der US-amerikanische Präsident schreibt per Twitter und Facebook eine direkte Drohung an Demonstrierende im Zuge des Das kannst du für »Black Lives Matter« sofort tun – ein Selbsttest im »Kritischen Weißsein« Black-Lives-Matter-Protests: »Wenn Plünderungen beginnen, wird geschossen«. Das ist ein Fall von Gewaltverherrlichung, wenn nicht gar eine Androhung politischen Machtmissbrauchs. Donald Trump droht Demonstrierenden per »Twitter« (englisch) Hunderttausende seiner politischen Anhänger:innen geben dafür einen Daumen hoch.