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So (klimaschädlich) transportieren wir unser Essen

Entscheidend ist nicht, wo dein Essen herkommt – sondern wie es reist.

21. Juli 2020  1 Minuten

Kiwis aus Neuseeland, Bananen aus Brasilien und Kartoffeln aus Ägypten. Die Daten zum Transport von Lebensmitteln findest du in dieser Studie (Seite 63) (englisch, 2018, PDF) Das Essen, das wir täglich im Supermarkt einkaufen, reist oft um den halben Globus.

Deshalb achten viele darauf, nur Lebensmittel zu kaufen, die möglichst regional angebaut wurden.

Was dabei aber oft untergeht: Die Entfernung sagt nur wenig darüber aus, wie klimaschädlich die Reise deines Abendessens tatsächlich war. Wenn dein Essen per Flugzeug kommt, entstehen auf der Reise mehr als 100-mal mehr Treibhausgasemissionen als beim Transport per Schiff. Dieser Faktor reduziert sich auf 50, wenn die Produkte im Vergleich auf dem Schiff gekühlt werden. Klar, bei der Schifffahrt geht es auch nicht immer sauber zu, aber wenn du mal dem Obst oder Gemüse aus der Ferne nicht widerstehen kannst, dann ist das Containerschiff definitiv die bessere Wahl.

Leider steht auf der Verpackung nicht, wie viele Kilometer die Mango oder der Kaffee per Transporter, Schiff oder Flugzeug unterwegs waren. Dass das allerdings einen riesigen Unterschied macht, zeigt dir die Grafik der Woche:

Quelle: Perspective Daily copyright

Faustregel: Wenn Produkte nicht regional angebaut werden, also aus der Ferne kommen, dann frage dich: Ist dieses Lebensmittel leicht verderblich, wie Avocados, Ananas und Zuckerschoten? Dann wurde es vermutlich mit dem Flugzeug transportiert.
Hält es sich dagegen lange, wie zum Beispiel Schokolade, Kaffee oder Äpfel, hat es wahrscheinlich den Seeweg genommen.