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Diese 5 schlechten digitalen Gewohnheiten haben wir alle

Was sich hinter Doomscrolling, Soft-Houring, Virtue Signalling verbirgt – und wie du dein Onlineleben besser in den Griff bekommst

12. August 2020  10 Minuten

Ich liege viel zu spät abends noch wach. Der Bildschirm des Laptops, den ich gekonnt auf meinem Bauch abgestellt habe, strahlt mir unermüdlich ins Gesicht. Eigentlich sollte ich längst schlafen – doch irgendetwas hält mich noch online. Hastig flitzen meine Pupillen von links nach rechts, von oben nach unten. Per Mausrad scrolle ich durch die Timeline meines liebsten sozialen Netzwerkes: aktuelle Coronazahlen, irgendwer ist wütend, ein Experte malt schlimme Szenarien aus, Trump ignoriert mal wieder … eigentlich habe ich schon schlechte Laune. Aber aufhören kann ich irgendwie auch nicht.

Kennst du das?

Machen wir uns nichts vor: Die meisten von uns verhalten sich im Netz alles andere als rational. Stattdessen surfen wir immer der Nase nach und klicken eher unüberlegt umher, sodass wir am Ende mit Schlafmangel und Nerven einen hohen Preis bezahlen. Den Plattformen gefällt das, denn egal ob es den Nutzer:innen dabei gut geht oder nicht – solange Menschen aus irgendwelchen Gründen online sind, profitieren Facebook und Co.

Gut, dass es für diese fragwürdigen Verhaltensweisen schon neue Wörter gibt. Doomscrolling, also Weltuntergangsscrolling, ist nur eines davon. Anhand dieser Wörter kannst du dein eigenes Verhalten im Netz überprüfen und deine Online-Gewohnheiten verbessern.

Bitte scrolle jetzt weiter!

1. Wenn du nur noch schlimme Dinge im Internet siehst

… ist die Welt nicht notwendigerweise schlechter geworden. Doomscrolling Die Wortneuschöpfung ist abgeleitet von Englisch für Untergang (Doom) und dem Bewegen über Websites (Scrolling). Es gibt auch eine Variante für Smartphonenutzer:innen, das sogenannte Doomswiping. heißt die Tätigkeit und hat es erst vor Kurzem auf die »Wörter, Der Eintrag im Blog Words We’re Watching bei Merriam-Webster (englisch, 2020) die wir vielleicht aufnehmen«-Liste des bekannten Merriam-Webster-Onlinewörterbuch der USA geschafft. Der Begriff meint die konzentrierte Beschäftigung mit negativen Informationen – vor allem denen, die in die eigene Social-Media-Timeline gespült werden. Am Ende wirkt die ganze Welt einfach furchtbar und du hast richtig schlechte Laune.