2. Advents-Arena: Integration »Top-Down« vs. »Bottom-Up«

Boxhandschuhe an, rechter, linker Haken – kein Grund zur Sorge. Um Integration müssen wir nicht kämpfen, aber diskutieren – im ersten Video-Duell: Wer steuert die Integration heute? Politiker, Bürger oder Zuwanderer?

Podcast - 2. Dezember 2016  21 Minuten

Auf der Perspective-Daily-Couch sitzen heute in unserer 2. Advents-Arena Juliane Metzker und Dirk Walbrühl. Die beiden fragen sich: Was bedeuten die Ereignisse der letzten 2 Jahre für die Integration in Deutschland? Und wer macht die eigentlich? Dirk findet, die Politik steht in der Pflicht, die Abläufe von Integration vorzugeben und weiter zu verbessern. Juliane glaubt, dass die Zeit – auch für die Politik – gekommen ist, die Integration von unten mehr zu beachten. Denn Zuwanderer und Deutsche haben in letzter Zeit wertvolle Netzwerke gebildet.

Aber seht selbst:

Zur Orientierung zeichnen wir hier den groben Verlauf mit Stichpunkten nach, ergänzt durch Grafiken und Quellen in gewohnter Manier. Ring frei für Runde 2!

Dirk: Das Problem: Selbst die Wissenschaft ist sich darin nicht einig, Auch unter Migrationsforschern herrscht keine Einigkeit, wie der Tagesspiegel berichtet wie sie Integration definieren soll. Dazu verstehen viele Menschen Integration sehr vereinfacht als Anpassung an eine bestehende Kultur. Wie integriert jemand in Deutschland ist, hängt tatsächlich davon ab, wie viel ökonomische, politische und gesellschaftliche Teilhabe er erlangt oder erlangen kann.

Juliane: Integration geschieht auf vielen Ebenen. Das ist etwas unübersichtlich. Vielleicht können wir uns auf den kleinsten gemeinsamen Nenner von Integration einigen: die Vernetzung.

Titelbild: Wiki Commons - CC BY-SA

von Juliane Metzker 

Juliane schlägt den journalistischen Bogen zu Südwestasien und Nordafrika. Sie studierte Islamwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin im Libanon. Durch die Konfrontation mit außereuropäischen Perspektiven ist ihr zurück in Deutschland klar geworden: Zwischen Münster und Beirut liegen gerade einmal 4.000 Kilometer. Das ist weniger Distanz als gedacht.


von Dirk Walbrühl 

Dirk ist ein Internetbewohner der ersten Generation. Ihn faszinieren die Möglichkeiten und die noch junge Kultur der digitalen Welt, mit all ihren Fallstricken. Als Germanist ist er sich sicher: Was wir heute posten und chatten, formt das, was wir morgen sein werden. Die Schnittstellen zu unserer Zukunft sind online.

Themen:  Flucht   Gesellschaft  

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