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Neoliberale Politik hat die Demokratie unterwandert. Wie es jetzt anders werden kann

Seit dem Ende der 70er-Jahre wurde aus neoliberaler Theorie politische Praxis – mit fatalen Folgen für Mensch und Planet. Wie wir den Kurs heute ändern können, erfährst du im dritten und letzten Teil unserer kleinen Geschichte des Neoliberalismus.

10. August 2020  15 Minuten

Dieser Artikel ist Teil 3 der Reihe zur Geschichte des Neoliberalismus. Falls du die vorherigen Teile noch nicht gelesen hast, findest du Teil 1 hier (Klick!) und Teil 2 hier (Klick!).

Die 70er-Jahre: Über 40 Jahre hatte es gedauert, bis aus Friedrich Hayeks Theorie eines neuen Liberalismus (Teil 1, Akt 1–3) eine mächtige Ideologie geworden ist, die sich in der westlichen Welt als Gegenmodell zum kommunistischen System der Sowjetunion etabliert hat: der Neoliberalismus.

Eine maßgebliche Rolle dafür hatte die Mont-Pèlerin-Gesellschaft (MPG) gespielt (Teil 1 und 2, Akt 4–5), eine Gruppe aus Intellektuellen und Geschäftsleuten, die in den 50er- und 60er-Jahren einen zunehmend einflussreichen Hegemonieapparat aus Thinktanks, privat finanzierten Universitäten und Verbänden aufgebaut hatte, um ihre Interessen durchzusetzen (Teil 2, Akt 6–7).

Doch wie wird aus Ideen konkrete neoliberale Politik? Und welche Folgen hatte das für die Menschen überall auf der Welt?

Noam Chomsky, einer der einflussreichsten Intellektuellen unserer Zeit, traf folgende Einschätzung:

Die gemeine Bevölkerung weiß nicht, was passiert. Und sie weiß nicht einmal, dass sie es nicht weiß. Noam Chomsky – Die wohlhabenden Wenigen und die rastlosen Vielen (englisch, 1993) Noam Chomsky – Die wohlhabenden Wenigen und die rastlosen Vielen (1993)