PD Daily 

So werden Websites für alle zugänglich

Bestimmte Websites müssen in Deutschland barrierefrei sein. In Norwegen gilt diese Regel für (fast) alle Onlineangebote.

18. August 2020  4 Minuten

Hast du schon mal versucht, in der Sonne etwas auf deinem Handy zu erkennen, dunkelgraue Schrift auf hellgrauem Hintergrund zum Beispiel? Oder mit den Fingern 5-mal bei einem Link-Button immer wieder daneben geklickt? Du kannst den Grund dafür bei deinen schlechten Augen und riesigen Händen suchen – oder beim schlechten Design.

Für die meisten Menschen sind solche Erlebnisse lästige Einzelfälle, für andere sind sie ein tägliches Hindernis. Wer nicht sehen oder hören kann oder sich eingeschränkt bewegt, hat mit vielen Websites und Apps Probleme. Was alles zu einer barrierefreien Welt dazugehört, erklärt Stefan Boes in diesem Text Barrieren gibt es auch in der digitalen Welt.

Die EU hat deshalb EU-Richtlinie 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen (PDF) im Jahr 2016 beschlossen, dass öffentliche Stellen die Hürden im Internet abbauen müssen. Deutschland hat das in den Jahren darauf zum Gesetz gemacht. Festgehalten sind die Regelungen im Behindertengleichstellungsgesetz (PDF) und in der Barrierefreien-Informationstechnik-Verordnung (PDF) .

Mit Illustrationen von Mirella Kahnert für Perspective Daily

von Henrike Wiemker 

Henrike Wiemker hätte gut und gerne ewig weiter studieren können, beschloss dann aber doch, ihre Neugier lieber als Wissenschaftsjournalistin zu stillen. Meist geht es bei ihr um Umwelt, manchmal um Technik und immer wieder auch um anderes. Henrike Wiemker lebt in Uppsala und ist in schwedischen und deutschen Medien zu lesen und zu hören.

Themen:  Deutschland   Internet   Gesellschaft  

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