PD Daily 

Warum wir jetzt eine Fehleranalyse der Coronapolitik brauchen

In der Krise wurden Fehler gemacht. So können wir dafür sorgen, dass sie sich nicht wiederholen.

4. September 2020  5 Minuten

Am vergangenen Wochenende protestierten in Berlin fast 40.000 Menschen gegen die Coronamaßnahmen der Bundesregierung. Abstandsregeln und andere Einschränkungen halten viele von ihnen für überzogen oder »diktatorisch«, der Mund-Nasen-Schutz ist für sie ein »Maulkorb«.

Es ist Der Deutschlandfunk berichtet über aktuelle Befragungen der Bevölkerung zu den Hygieneregeln eine sehr laute Minderheit, die mit ihren extremen und faktenfernen Ansichten einer sachlichen Aufarbeitung von politischen Fehlern eher im Weg steht und eine kritische Analyse der Coronamaßnahmen delegitimiert. Mit »denen« wollen viele, die manche Maßnahmen ebenfalls kritisch sehen, Auch ich habe mich zu Beginn der Krise gefragt: Tötet das Virus die freie Gesellschaft? lieber nicht in einer Ecke stehen.

Ein ungewöhnliches Bündnis aus 4 Nichtregierungsorganisationen wagt sich nun trotzdem aus der Deckung. In einem Offener Brief: Corona-Krise aufarbeiten und für die Zukunft lernen (PDF) offenen Brief

Titelbild: picture alliance / unsplash - copyright

von Katharina Wiegmann 
Als Politikwissenschaftlerin interessiert sich Katharina dafür, was Gesellschaften bewegt. Sie fragt sich: Wer bestimmt die Regeln? Welche Ideen stehen im Wettstreit miteinander? Wie werden aus Konflikten Kompromisse? Einer Sache ist sie sich allerdings sicher: Nichts muss bleiben, wie es ist.
Themen:  Deutschland   Demokratie  

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