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PD Daily 

Diese Milch soll das Einkaufen demokratischer und nachhaltiger machen

Bei »Du bist hier der Chef« sollen Kund:innen von vornherein mitentscheiden, welche Lebensmittel sie am Schluss kaufen. Die ersten maßgeschneiderten Milchpackungen stehen jetzt im Regal. Davon sollen auch die Milchhöfe profitieren.

11. September 2020  4 Minuten

Ich erreiche Nicolas Barthelmé im Auto. Die Verbindung bricht immer mal wieder ab, denn der Gründer von Hier geht es zur Website der Marke »Du bist hier der Chef« ist unterwegs – im Namen der Milch. »Bevor es unsere Milch gab, hatte ich viel zu tun, seitdem sie in den Läden ist noch mehr«, sagt er und lacht. Ende 2019 hat alles mit einem Fragebogen begonnen. Benjamin Fuchs über die Anfänge der Marke Perspective Daily hatte darüber berichtet. Verbraucher:innen sollten selbst entscheiden, wie die Milch produziert wird, die im Supermarkt steht. Die Idee: Verbraucher:innen bekommen größtmögliche Mitsprache und einen Einblick in die Produktion, Milchproduzent:innen einen angemessenen Preis.

Von der Verpackung über das Futtermittel bis hin zu den Haltungsbedingungen konnten Interessierte mitbestimmen. Wer zum Beispiel »bio« wollte, konnte dort ein Häkchen setzen und direkt sehen, was das mit dem Endpreis der Milch machen würde. Mehr als 9.000 Menschen haben mitgeklickt. »Ich war von dem Ergebnis total überrascht. Der mögliche Höchstpreis lag bei 1,46 Euro, am Ende ist er bei 1,45 Euro gelandet« Hier geht es zu den genaueren Infos, wo und wie die Milch entsteht. , erzählt Nicolas Barthelmé.

So setzt sich der Milchpreis am Ende zusammen. – Quelle: dubisthierderchef.de

Dafür gibt es jetzt eine regionale Bio-Weidemilch in einer Verpackung, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurde. In 650 Supermärkten in Hessen und einem Teil Thüringens steht sie bereits im Supermarkt, die seien mit den Verkäufen bisher zufrieden.