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PD Daily 

Atommüll: Könnte unter deinem Wohnort ein Endlager entstehen?

Seit Montag sind wir bei der Suche nach einem sicheren Endlager für unseren Atommüll einen wichtigen Schritt weiter. Hier erfährst du, welche Regionen als Standort infrage kommen. Ist deine Stadt dabei?

2. Oktober 2020  4 Minuten

Montag, der 28. September 2020, war ein wichtiger Tag für die deutsche Endlagersuche: Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), die vom Staat mit der Suche nach einem geeigneten Standort für unseren Atommüll betraut wurde, hat den sogenannten »Zwischenbericht Teilgebiete« veröffentlicht.

Damit ist Schluss mit der »weißen Deutschlandkarte«, von der immer die Rede war, seit die Endlagersuche 2017 in eine neue Runde gegangen ist. Sie war ein Symbol dafür, dass zu Beginn des Verfahrens keine Region bevorzugt behandelt werden sollte, weder Großstädte noch Gorleben. Das einzige, was für den Zwischenbericht zählte, waren wissenschaftliche Daten über die Beschaffenheit des Untergrundes. Welches Gestein Laut dem Standortauswahlgesetz, das der Suche zugrunde liegt, kommen Salz, Ton und Granit als Wirtsgesteine für ein Endlager infrage. liegt in welcher Dicke vor? Lässt sich ausschließen, dass an dem Standort innerhalb der nächsten Jahrtausende ein Vulkan ausbricht?

Wenn du dir erst mal einen Überblick über das zugegeben etwas komplizierte Verfahren verschaffen möchtest: Ich habe im Januar schon einmal ausführlich beschrieben, wie die Endlagersuche ablaufen soll und wo es Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger:innen gibt:

Über den Zeitraum von 3 Jahren haben Mitarbeiter:innen der BGE die geologischen Daten aller Bundesländer ausgewertet. Das Ergebnis: Seit Montag ist die Deutschlandkarte nicht mehr weiß, sondern etwa zur Hälfte eingefärbt. »Wir haben 90 Teilgebiete ermittelt. Insgesamt bedecken sie eine Fläche von 54% der Bundesrepublik«, verkündete Steffen Kanitz, Geschäftsführer der BGE, am Montagmorgen in der Bundespressekonferenz.