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PD Daily 

4 Redewendungen, die du aus deinem Sprachgebrauch streichen solltest

Diese Redewendungen gehören auf den Müll der Geschichte. Dieser Text erklärt dir genau, warum das so ist.

9. Oktober 2020  5 Minuten

Wolfgang Kubicki fühlt sich unterdrückt. Dass der FDP-Politiker und Bundestagsvizepräsident einer der mächtigsten Männer des Landes ist und mit seinen Äußerungen regelmäßig Millionen Menschen erreicht, tut für ihn dabei nichts zur Sache. Es geht für ihn darum, was man in »Deutschland noch sagen darf«, also seine gefühlte Redefreiheit, der er nun sein neues Buch »Meinungsunfreiheit« gewidmet hat. Die zentrale und recht steile These darin: Wenn Menschen manche Dinge wegen einer ominösen »Sprachpolizei« nicht mehr offen sagen könnten, dann müssten sie sich halt in Verschwörungstheorien »Luft machen.« Das an sich ist eine sehr simplifizierte Analyse von Verschwörungsdenkenden in Deutschland. Es ist haltlos anzunehmen, das Wachstum der Reichsbürger:innen oder von QAnon-Anhänger:innen gehe vor allem auf irgendeine Sprachpolitik zurück. In gewisser Weise betreibt Kubicki damit eine Täter-Opfer-Umkehr: Er entschuldigt die Anhänger:innen fragwürdiger Ideologien am gesellschaftlichen Rand und schiebt Linken und SPD die Schuld für ihr Denken in die Schuhe, Parteien, die sich für Sprachsensibilität stark machen. Und sowieso hält Kubicki es für naiv zu glauben, man könne Rassismus bekämpfen, Struktureller Rassismus existiert nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. In diesem Artikel lernst du mit »kritischem Weißsein«, wie du etwas dagegen tun kannst indem man Begrifflichkeiten »ändere«. Nicht ein Ausdruck an sich sei verwerflich, sondern die Einstellung dahinter.