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PD Daily 

So hätte die Agrarreform der EU das Vogelsterben beenden können

Den Vögeln auf den Feldern in Deutschland geht es schlecht. Ein Naturschutzbund greift nun zu einem drastischen Mittel, um sie zu retten.

23. Oktober 2020  5 Minuten

Wusstest du, dass die Europäische Union den größten Teil ihres Geldes für die Agrarpolitik ausgibt? Knapp Die EU-Agrarpolitik im Überblick 40% ihres gesamten Budgets fließen hier hinein. So beeinflusst sie die Nahrungsmittel- und Energieproduktion ihrer Mitgliedstaaten – und auch den Naturschutz.

In dieser Woche haben die Agrarminister:innen der EU-Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament über den neuen Plan für die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) beraten – und damit maßgeblich darüber, wie es mit dem Umweltschutz in der EU in den nächsten 7 Jahren weitergeht. Das hat nicht nur Auswirkungen auf den Klimaschutz, sondern entscheidet womöglich auch über das Fortbestehen zahlreicher Arten.

So hängen Landwirtschaft und Artenschutz zusammen

Wieso die Landwirtschaft so eng mit der Artenvielfalt zusammenhängt, zeigt das Beispiel des Rebhuhns: Dieser Feldbewohner ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Sein rostbrauner Kopf ragt nur noch selten zwischen Gräsern und Ähren hervor.

Seit 1980 ist der Rebhuhnbestand um ganze 91% eingebrochen; damit steht die Art auf der Der NABU hat eine Übersicht der Roten Liste veröffentlicht Roten Liste der gefährdeten Vögel weit oben. Das Problem: Das Rebhuhn lebt auf Feldern und Weiden, findet durch die intensive Landwirtschaft aber kaum noch geeignete Lebensbedingungen vor. Und auch anderen Feldvögeln wie der Feldlerche oder dem Kiebitz geht es nicht gut. Ihre Bestände sind ebenfalls stark geschrumpft, wie der Hier findest du den Bericht Nationale Vogelschutzbericht des Jahres 2019 zeigt. Das Vogelsterben ist ein Zeichen dafür, dass das Ökosystem Agrarland krank ist.