Zurück zum Artikel

Links zum Artikel

Warum Elon Musk verbeamtet werden sollte

Die Wirtschaft steckt voller Ideen, die Zukunft ist zum Greifen nah. Wäre da nicht der träge Staat ... Stimmt nicht! Ohne den Staat wäre dein Smartphone ziemlich dumm.

14. Dezember 2016  14 Minuten

An echten Innovationen wird in Garagen und dunklen Kellerräumen gebastelt. Steve Jobs, Marc Zuckerberg und Elon Musk stehen sinnbildlich für die Innovations-Helden der Moderne. Sie sind die Herrscher des Silicon Valley und erschaffen unsere Zukunft: iPhone, Facebook und selbstfahrende E-Autos. Privat-Unternehmen haben die Ideen, der Fiskus kassiert ab. Zumindest ist das das Bild, das uns gern vermittelt wird. Diese Heldengeschichte ist jedoch nicht vollständig. Der Held im Hintergrund ist einer, der (im Prinzip) unser aller Interessen vertreten sollte: der Staat.

Manche Wirtschaftswissenschaftler behaupten sogar, der Staat sei der größte Treiber für Innovationen. Die Idee dahinter klingt einfach: Wenn wir ein klares Ziel setzen, kann der Staat mehr als nur »Märkte reparieren« – er kann auch neue Märkte schaffen und gesellschaftliche Probleme lösen. Egal, ob Luftfahrt oder Halbleiter, Die Basis aller Elektronik, die wir heute benutzen. Entwickelt über Jahrzehnte, teils aus privaten, teils aus staatlichen Budgets finanziert. In den 1940er- und 1950er-Jahren vor allem durch öffentliche Mittel weiterentwickelt und tauglich gemacht für die Massenproduktion. ob

Titelbild: NASA

von Han Langeslag 

Han geht es um Verantwortung, denn unser Handeln hat heute mehr Einfluss auf das globale Geschehen als je zuvor. Sind wir darauf vorbereitet? Wie können wir überhaupt noch eine Übersicht über die komplexen Zusammenhänge bekommen? Fachlich reicht seine Perspektive als Wirtschaftswissenschaftler, Psychologe und Neurowissenschaftler vom Individuum bis hin zum globalen Handelssystem.

Die Diskussionen sind leider nur für Mitglieder verfügbar.