5 Links
PD Daily 

»Wie ein Putsch, nur ohne Militär« – warum die Jugend in Peru jetzt aufsteht

Peru erlebte zuletzt 3 Präsidenten in einer Woche. Nun erhebt sich die Bevölkerung – organisiert von der Generation Social Media. Unsere Autorin erklärt dir, was in ihrer Heimat los ist.

24. November 2020  6 Minuten

An alle Leser:innen, die sich noch für die Welt abseits von Corona und Trump interessieren,

euch ist sicher nicht entgangen, dass politisch so einiges los ist hier bei uns in Südamerika. Ob Massenproteste in Bolivien, Hier schreibt Chris Vielhaus über die Proteste in Chile Chile oder eben nun auch bei uns, hier in Peru.

Natürlich ist Corona auch für uns ein Thema – wahrscheinlich sogar ein größeres noch als in Deutschland: Das Virus traf uns im globalen Vergleich mit am härtesten, wir hatten Das Portal Statista stellt aktuelle Zahlen zu den Coronatoten weltweit zur Verfügung die zweithöchste Todesrate weltweit. Nur in Belgien gibt es bisher mehr Tote pro Million Einwohner als in Peru. Gleichzeitig erleben wir hier durch Corona einen der drastischsten wirtschaftlichen Einbrüche, den meine Generation (ich bin Jahrgang 1991) je erleben musste. Als ob das nicht reichen würde, sehen wir Peruaner:innen uns einer handfesten politischen Krise gegenüber, die uns 3 unterschiedliche Präsidenten in nur einer Woche beschert hat.

Diese Tage habe ich so intensiv erlebt, voller Ungewissheit, tiefer Empörung und voller Liebe zu diesem Land, die uns Peruaner:innen verbindet.

Demonstrierende vor dem peruanischen Kongress – Quelle: instagram/ @fmedinaeff copyright

Was die Woche der 3 Präsidenten mit mir und Peru machte