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PD Daily 

Was passieren muss, damit die Corona-Impfung in Deutschland gelingt

Um das Ziel der Herdenimmunität irgendwann zu erreichen, sind vor allem 2 Dinge wichtig.

22. Dezember 2020  7 Minuten

Es ist eine Nachricht, die aufatmen lässt und endlich mal etwas Hoffnung macht: Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) und die EU-Kommission haben den ersten Corona-Impfstoff für die Die Pressemitteilung zur Entscheidung der EMA findest du hier (2020) Europäische Union zugelassen. Die finale Entscheidung dazu verkündete Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montagabend.

Der Impfstoff, den das deutsche Biotechnologieunternehmen Biontech gemeinsam mit dem US-amerikanischen Pharmakonzern Pfizer entwickelt hat, kann jetzt also theoretisch in allen Mitgliedstaaten der EU eingesetzt werden. Ist das die gute Nachricht, worauf wir alle gewartet haben?

Jein. Es sind besonders 2 Herausforderungen, die die Bundesregierung jetzt meistern muss, damit das Projekt »Corona-Impfung« gelingt.

Erste Herausforderung: Organisation und Verteilung

Nachdem der Wie funktioniert ein RNA-Impfstoff? Das erkläre ich hier RNA-Impfstoff von Biontech und Pfizer bereits in Großbritannien und den USA zugelassen wurde, hat jetzt also auch die EU der Zulassung zugestimmt. Die Zulassungsentscheidung der EU hat etwas länger gedauert, da sich die EMA gegen eine Notfallzulassung Normalerweise sind Notfallzulassungen nicht für Impfungen gesunder Personen gedacht, sondern für Medikamente, die lebensbedrohlich Erkrankten helfen sollen. Damit solchen Menschen schnell geholfen werden kann, sind die Anforderungen für die Notfallzulassung deshalb geringer – beispielsweise müssen nicht alle klinischen Phasen abgeschlossen sein. Die Notfallzulassung gilt nur, solange eine Notsituation vorliegt. Der Hersteller haftet nicht für Schäden. Die Entscheidung der britischen Zulassungsbehörde ist nach EU-Recht (woran sich Großbritannien bis Ende des Jahres halten will) erfolgt. Generell können Notfallzulassungen nicht für die gesamte EU ausgesprochen werden, sondern nur durch die einzelnen Mitgliedstaaten selbst. entschieden hat. Insgesamt verlangte die EMA mehr Daten von den Impfstoffherstellern als beispielsweise das Vereinigte Königreich. Vor allem über Nebenwirkungen wollte die EU vor der Zulassung noch mehr wissen.