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Warum wir Impfungen (nicht) vertrauen

Endlich gibt es ein wirksames Mittel gegen die Pandemie. Doch viele Menschen sind unsicher, ob sie sich impfen lassen sollen. 5 Vorschläge für vertrauensbildende Maßnahmen

20. Januar 2021  17 Minuten

Im Jahr 2003 machte im Norden Nigerias ein Gerücht die Runde, das dramatische Folgen hatte. Der Polio-Impfstoff, im Wesentlichen finanziert aus westlichen Geldquellen, mache unfruchtbar und sei ein Komplott zur Ausrottung der muslimischen Bevölkerung. Die Impfbereitschaft sank daraufhin drastisch.

Dabei ist der Impfstoff bis heute das einzige wirksame Mittel gegen die Poliomyelitis, die hierzulande auch als »Kinderlähmung« bekannt ist. Das rührt daher, dass das Virus Gliedmaßen und sogar ganze Organe lahmlegen kann. Weil das Virus bei den meisten Menschen unerkannt bleibt, kann es sich beinahe unbemerkt in der Bevölkerung ausbreiten. Rund 95% der Infizierten merken nichts von ihrer Polio-Erkrankung. Fieber, Hals- und Kopfschmerzen – meist als (Sommer-)Grippe verkannt – erleben etwa 5%, bei jeder hundertsten bis tausendsten Infektion kommt es zu bleibenden, schlaffen Lähmungen der Arm- oder Beinmuskulatur, schlimmstenfalls auch der Sprech-, Schluck- oder Atemmuskulatur. Zu den Komplikationen der Polio zählen bleibende Lähmungen und dadurch auch Muskelschwund, vermindertes Knochenwachstum sowie Gelenkzerstörung. Noch Jahrzehnte nach der Infektion können erneut Muskelschmerzen und Lähmungen auftreten (Post-Polio-Syndrom). Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Während Impfungen die Krankheit bis zum Ende der 90er-Jahre aus den meisten Ländern verbannen konnten, Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich eine Welt ohne Polio zum Ziel gesetzt: Nord- und Südamerika sind seit 1994 poliofrei, der westpazifische Raum seit 2000, der europäische Raum seit 2002. Seit dem Jahr 1988 ist es gelungen, die Zahl der Polio-Erkrankungen weltweit um 99,9% zu reduzieren. Noch tritt Polio jedoch in einigen Ländern und Regionen auf (beispielsweise in Afghanistan und Pakistan). zählte Nigerias Regierung noch 2006 mehr als 1.000 Poliofälle im Land.

Gerüchte über Impfstoffe verbreiten sich oft so schnell wie die Erreger, die sie bekämpfen sollen. So hält sich zum Beispiel über den Wie die Masern auch ohne Impfpflicht ausgerottet werden könnten, schreibt Niklas Bub hierMasernimpfstoff hartnäckig das – längst widerlegte – Gerücht, er könne Autismus auslösen. Infolgedessen kam es auch in Europa immer wieder zu Masernausbrüchen. Laut Robert Koch-Institut kam es in den letzten Jahren weltweit zu einem erneuten massiven Anstieg der Masernfälle. Im Jahr 2018 erkrankten in der europäischen WHO-Region rund 89.000 Menschen an den Masern, über die Hälfte der Fälle (rund 60%) wurden im Krankenhaus behandelt, 74 Menschen, darunter vor allem Kinder, verstarben. Die Masernfallzahl lag 3-mal so hoch wie im Jahr 2017 und 15-mal höher als im Jahr 2016. Im Jahr 2019 wurden sogar 103.000 Masernfälle aus der Region übermittelt. Quelle: Robert Koch-Institut

Die vielen Todesfälle, die das Misstrauen in Impfstoffe noch immer nach sich zieht, machen deutlich: Zu verstehen, warum Menschen Vorbehalte gegen Impfungen haben, ist wichtig.

Zu verstehen, warum Menschen Vorbehalte gegen Impfungen haben, kann Leben retten

Die US-amerikanische Anthropologin Die Anthropologie ist die Wissenschaft vom Menschen. Anthropolog:innen beschäftigen sich je nach Ausrichtung sowohl mit der menschlichen Evolution als auch mit dem Verhalten und Zusammenleben von Menschen. Heidi Larson beschäftigt sich schon lange mit Ängsten und Sorgen rund um Impfstoffe. Als sich die Gerüchte um den Polio-Impfstoff in Nigeria verbreiteten, arbeitete Larson für Unicef an einer Impfstrategie – auch vor Ort. Um in der Rückschau zu verstehen, was damals dort passierte, gründete Larson im Jahr 2010 das Die Website des Vaccine Confidence Projects findest du hier (englisch)Vaccine Confidence Project.

Seitdem erforscht sie mit ihrem Team, wie solche Vorbehalte entstehen und wie Wissenschaft und Regierungen ihnen begegnen können. Heute ist Larson sicher, dass sich die Gerüchte in Nigeria damals so gut verbreiten konnten, weil es vor allem an einem mangelte: Vertrauen gegenüber jenen, die den Impfstoff ins Land brachten.

Warum gab es dieses Misstrauen? Nun, es war 2003, 2 Jahre nach 9/11. Sie [diejenigen, die zum Boykott des Impfstoffes aufriefen, Anm. d. Red.] waren überzeugt, dass der Westen und insbesondere die Vereinigten Staaten Krieg gegen Muslime führten. Und sie wussten, dass der Westen und insbesondere die Vereinigten Staaten große Befürworter – und Geldgeber – der globalen Initiative zur Ausrottung der Kinderlähmung waren. – Heidi Larson, Anthropologin, Den TED-Talk von Heidi Larson zu Impfgerüchten findest du hier (englisch, 2020)in ihrem TED-Talk zum Thema Impfgerüchte und Vertrauen

Das Misstrauen führte dazu, dass Helfer:innen der Impfkampagnen immer häufiger vor verschlossenen Türen standen. Weil sich weniger Menschen impfen ließen, breitete sich das Virus wieder aus, auch in anderen afrikanischen Ländern. So dauerte der Kampf gegen Polio länger als geplant – und kostete dementsprechend auch deutlich mehr. Laut Larson waren allein zusätzliche 500 Millionen Dollar nötig, um die 11 Monate des Impfboykotts wieder aufzuholen. Wie der Kampf gegen Polio letztendlich gelingen konnte, liest du hierHeute gilt Polio in Nigeria als ausgerottet.

Was können wir für die aktuelle Coronapandemie daraus lernen? Auch hierzulande haben gerade viele Menschen Fragen zum Covid-19-Impfstoff beantwortet Lara Malberger hiernoch nicht genügend Vertrauen in die Covid-19-Impfstoffe. Heidi Larsons Buch über Impfgerüchte erschien 2020 bei der Oxford University Press (englisch)Larsons Erkenntnisse können helfen, die Ursachen dafür zu verstehen.

Und das ist wichtiger denn je – denn Befragungen legen nahe, dass sich heute weniger Menschen für den Impfpikser entscheiden würden als noch vor einigen Monaten.

Wie viele Menschen würden sich impfen lassen?

Die Prozentangaben zeigen, welcher Anteil der Befragten sich (eher) impfen lassen würde. Das Problem: Die aktuelle Impfbereitschaft würde laut den Forscher:innen aktuell nicht ausreichen, um die Verbreitung des Virus ohne zusätzliche Maßnahmen zu stoppen.

Quelle: Covid-19 Snapshot Monitoring

Die Daten stammen aus dem Covid-19 Snapshot Monitoring (Cosmo), das seit Beginn der Pandemie Daten zur Stimmung in der Bevölkerung in Deutschland sammelt. Laut der letzten Erhebung von Ende Dezember stieg die Impfbereitschaft zwar wieder etwas an, Von den Perspective-Daily-Mitgliedern, die in Laras letztem Artikel zur Corona-Impfung abgestimmt haben, würden sich sogar 85% impfen lassen. doch dieser Trend kann sich auch schnell wieder umkehren. Das Vertrauen in die Sicherheit der Impfung und die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, hängen den Cosmo-Forscher:innen zufolge Die aktuellen Ergebnisse des Covid-19 Snapshot Monitoring (Cosmo) findest du hier (2020eng miteinander zusammen. Leidet das eine, sinkt auch die andere.

Doch warum misstrauen Menschen in Deutschland dem Impfstoff und jenen, die ihn empfehlen – Regierung, Wissenschaft und Medizin –, und wie lässt sich das ändern?

1. Polarisierung vermeiden

Wenn derzeit über Impfungen diskutiert wird, scheint es 2 Lager zu geben. Auf der einen Seite stehen diejenigen, denen es nicht schnell genug gehen kann, bis sie an der Reihe sind – auf der anderen Seite die Impfgegner:innen. Doch die meisten Menschen, die gerade noch Vorbehalte haben, lehnen Impfungen nicht grundsätzlich ab.

Das nicht zu übersehen sei wichtig, sagt der Psychologe Philipp Schmid, der am Cosmo-Projekt beteiligt ist, in einer Die Runde wurde von »Wissenschaft im Dialog« organisiert, das Video kannst du dir hier ansehenDiskussionsrunde zum Thema Impfvertrauen.

Wir sehen in der Forschung rund um das Thema Fake News, dass ein großer Treiber von Falschinformationen Warum die USA so polarisiert sind (und was uns in Deutschland noch schützt), lernst du in diesem ArtikelPolarisierung ist. Wenn wir so tun, als gäbe es nur die Leute, die sich nicht impfen lassen, und das sind die Idioten, und alle anderen haben es verstanden, dann haben wir ein Problem. Dann erzeugen wir künstliche Echokammern, in denen sich die Leute nur noch untereinander unterhalten. – Philipp Schmid, Psychologe

Es ist sicher eine der schlechtesten Lösungen, Ängste mit einer Impfpflicht zu übergehen, Die Tagesschau über die Kritik an Söders Vorschlag (2021)wie es der bayerische Ministerpräsident Markus Söder für Pflegeberufe vorgeschlagen hat. Zumal Erkenntnisse aus anderen Ländern zeigen, dass eine Impfpflicht nicht dazu führt, dass Menschen einem Mittel mehr vertrauen.

In Ungarn, einem Land mit 11 vorgeschriebenen Pflichtimpfungen, vertraut zum Beispiel nur knapp 1/3 der Bevölkerung darauf, dass Impfungen wichtig, sicher und effektiv sind. Auf der anderen Seite haben Menschen in Ländern ohne Impfpflicht das größte Vertrauen in Impfungen, Den Bericht der EU-Kommission mit Zahlen zum Impfvertrauen findest du hier (englisch, 2020, PDF)wie etwa Portugal mit 70%. Auch die Cosmo-Forscher:innen warnen vor der Pflicht zur Impfung: Sie würde eher dazu führen, die Betroffenen zu verärgern. Mögliche Folgen einer Impfpflicht finden sich in der Sondererhebung zum Thema Impfskepsis unter medizinischem Personal (2020, PDF, Seite 14)In der Folge könnten auch andere Schutzmaßnahmen wie Grippeimpfungen oder das Tragen von Masken abgelehnt werden.

So groß ist das Impfvertrauen in der EU

Die Befragten mussten angeben, ob sie folgenden Aussagen jeweils zustimmen oder nicht: »Impfungen sind wichtig (für Kinder)«, »Impfungen sind sicher«, »Impfungen sind effektiv« und »Impfungen sind mit meinem Glauben vereinbar«. In der Grafik ist der Anteil der Bevölkerung des jeweiligen Landes abgebildet, der allen Aussagen zustimmt.

Quelle: EU-Kommission: State of Vaccine Confidence (2020, Seite 19)

Statt Menschen mit Zweifeln pauschal abzustempeln oder sie gar zu einer Impfung zu zwingen, sollte es in der Kommunikation darum gehen, ihre Sorgen ernst zu nehmen. Dazu gehört auch, den Ursprung des mangelnden Vertrauens zu ergründen. Und das geht nicht, ohne das Verhältnis der Menschen zu ihren Regierungen in den Blick zu nehmen, die über die Rahmenbedingungen von Impfstoffzulassungen entscheiden, Impfungen anordnen oder empfehlen.

2. Als Vorbild vorangehen und Vertrauen schaffen

Mitte April 2020 gelang einem Reporter in der Uniklinik Gießen ein Schnappschuss mit seinem Smartphone, der in anderen Zeiten wohl kaum Aufsehen erregt hätte: 12 Menschen, die sich in einen Aufzug drängen, einige mit weißem Kittel, einige mit Anzug, alle mit Mund-Nasen-Schutz. Doch es waren besondere Zeiten: Mitte April befand sich Deutschland im ersten Lockdown. Schon seit Wochen hatten die Regierungen von Bund und Ländern an die Menschen appelliert, Kontakte zu reduzieren und Abstand zu halten. Geschäfte und Restaurants, Schulen und Kitas waren deshalb größtenteils geschlossen.

Und dann dieses Bild: Jens Spahn (CDU), der als Gesundheitsminister quasi das Gesicht der Coronamaßnahmen ist, Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (ebenfalls CDU) und sein Sozialminister Kai Klose (Grüne) dicht gedrängt im Aufzug bei einem Besuch der Gießener Uniklinik. Die Hessenschau berichtet hier über das »Fahrstuhlgate«»Fahrstuhlgate« titelten die Zeitungen, Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet – und natürlich brach sich Empörung Bahn: Warum sollen »wir« Verzicht üben und konsequent den Anordnungen folgen, während für »die da oben« offenbar andere Regeln gelten? Oder ist das Virus vielleicht doch nicht so gefährlich, wenn sich der Gesundheitsminister – der doch Bescheid wissen muss! – so sorglos in den Engkontakt begibt?

Gesundheitsminister Jens Spahn (links im Bild) dicht gedrängt im Aufzug bei einem Besuch der Gießener Uniklinik im Frühling 2020 – Quelle: picture alliance/dpa/Hessischer Rundfunk copyright

Jens Spahn und die anderen beteiligten Politiker räumten ihren Fehler schnell und zerknirscht öffentlich ein. Aber bei vielen Menschen hatten sie Vertrauen verspielt. Wie signifikant Bilder wie das vom »Fahrstuhlgate« sind, zeigt schon die Tatsache, dass der fotografierende Reporter Bodo Weissenborn von den Landesverbänden Hessen und Thüringen des Deutschen Journalisten-Verbands später dafür ausgezeichnet wurde – in der Kategorie »Freier Journalismus«.

Für meinen Geschmack werden die Maßnahmen zu wenig vorgelebt und durchgesetzt. Das ist Futter für Verschwörungstheorien und damit baut man kein Vertrauen auf. – Doris, Perspective-Daily-Mitglied, in der Diskussion zum Hier gelangst du zum ArtikelArtikel »Was passieren muss, damit die Corona-Impfung in Deutschland gelingt«

Politiker:innen wissen, dass sie unter Beobachtung stehen; dass die Bevölkerung ganz genau registriert, wie sie sich in Zeiten verhalten, in denen die Exekutive ihren Handlungsspielraum ausreizt. Und doch gibt es bislang weder von Angela Merkel noch von Jens Spahn oder einem anderen Kabinettsmitglied ein Bild mit hochgekrempeltem Ärmel und Spritze im Arm. Warum eigentlich nicht?

Wahrscheinlich lautet die Antwort schlicht: Weder Angela Merkel noch Jens Spahn gehören zu den Gruppen, die nach der Coronavirus-Impfverordnung zuerst dran sind. Als »Personen in besonders relevanter Position in staatlichen Einrichtungen« zählen sie erst Die Impfverordnung kannst du beim Gesundheitsministerium nachlesenzur dritten Impfkohorte. Es ist nicht ganz ausgeschlossen, dass eine Debatte über ungerechte Bevorzugung losbrechen würde, hätten sich die Regierungsspitzen in Bund und Ländern selbst ganz oben auf die Liste gesetzt. Aber vielen Menschen hätte es vielleicht auch eine Extradosis Vertrauen eingeimpft.

Ich würde mich auf der Stelle freiwillig impfen lassen, wenn sich die Mächtigen und stets Gierigen um die Impfung reißen würden, Politiker, Vorstände usw. also an erster Stelle kämen. Wenn beispielsweise alle Mitglieder der Stiko [Ständige Impfkommission, Anm. d. Red.] gemeinsam mit der Pfizer-Belegschaft bei einer Pressekonferenz im ersten Impfzentrum anträten, um sich den Impfstoff spritzen zu lassen, wäre das mal ein glaubwürdiges Statement. – Christian, Perspective-Daily-Mitglied, in der Diskussion zum Artikel »Warum wir uns über den neuen Corona-Impfstoff (noch) nicht zu sehr freuen sollten« Bevor wir die Zitate unserer Mitglieder in diesen Text eingebaut haben, haben wir bei ihnen um Erlaubnis gefragt. Christian gab uns sein Okay und schrieb außerdem, dass sich seine Grundeinstellung zum Impfstoff mittlerweile geändert habe. Viele Gespräche zum Thema, unter anderem im Diskussionsbereich von Perspective Daily, hätten dazu geführt, dass er Vertrauen gewonnen habe und sich nun voraussichtlich impfen lassen würde, wenn er an der Reihe ist.

Vertrauen wird bei Impfentscheidungen relevant, wenn eine Seite mehr weiß als die andere. So schreiben es Heidi Larson und ihre Kolleg:innen »Measuring trust in vaccination: A systematic review« (englisch, 2018)in einem wissenschaftlichen Aufsatz. Die meisten Bürger:innen wissen weniger über das Virus, über Impfstoffe und die Details der Zulassungsprozesse als die Regierungen und Impfkommissionen. Wenn Menschen diesen Institutionen Vertrauen schenken, akzeptieren sie also eine gewisse Verletzlichkeit und müssen einfach glauben, dass die »andere« Seite nach bestem Wissen und Gewissen in ihrem Sinne handelt. Was könnte dazu beitragen, dass Bürger:innen den Glaubenssprung wagen?

Mit einem selbst gedrehten Video auf Instagram zeigt die US-amerikanische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez, wie vertrauensbildende Maßnahmen aussehen können.

Die US-Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez stellte ein Video von sich ins Internet, das zeigt, wie sie ihre erste Impfdosis bekommt. – Quelle: instagram/ @aoc

»Ich würde euch nie, niemals darum bitten, etwas zu tun, was ich nicht auch selbst tun würde«, schreibt sie unter dem Video, das sie dabei zeigt, wie sie die erste Dosis des Corona-Impfstoffs erhält. Ocasio-Cortez hatte im Rahmen eines Plans zur »Kontinuität der Regierungsarbeit« in den USA Anspruch auf die Impfung, wie sie im Video erklärt. Außerdem beantwortet sie Fragen, die Nutzer:innen der Plattform ihr im Vorfeld geschickt hatten, und nimmt die Zuschauer:innen per Kamera mit durch den gesamten Impfprozess. 824.000 Personen gefällt das. Stand: 19. Januar 2021

Der gewählte US-Präsident Joe Biden ließ sich ebenfalls medienwirksam impfen, Hier berichtet die BBC über Joe Bidens Impfung (englisch, 2020)um den Menschen in den USA zu zeigen, dass die Prozedur sicher ist. Auch in einigen anderen Ländern gehörten Regierungsmitglieder So zum Beispiel in Tschechien – Reuters berichtet (englisch)zu den Ersten, die sich impfen ließen und so mit gutem Beispiel vorangingen.

Nachdem die Corona-Impfungen monatelang als das Wundermittel erwartet wurden, das uns allen mittelfristig die Rückkehr zum Alltag ermöglichen würde, war klar, dass die Bilder der ersten Impfungen nicht nur eine Strategie abbilden, In diesem Twitterthread findest du Bilder von den ersten Impfungen aus allen EU-Ländern (englisch)sondern auch starke politische und emotionale Botschaften senden. Wenn in Deutschland zuerst eine 101-Jährige die Impfung erhält, dann heißt das: Warum es sinnvoll ist, 101-Jährige zuerst zu impfen, hat der RBB in diesem Beitrag zusammengefasstJedes Leben zählt gleich viel. Eine Botschaft, die eigentlich Vertrauen weckt.

Doch die Kommunikation in der Pandemie ist nicht durchgehend gut gelungen. Und das nicht nur vonseiten der Regierung.

3. Kommunikation auf Augenhöhe

»Senat verständigt sich auf Corona-Leine!« Schlagzeilen wie diese gab es Mitte Januar jede Menge. Mit der »Corona-Leine« ist die Einschränkung des Bewegungsradius gemeint, auf die sich Bund und Länder zuvor verständigt hatten. Wer in einer Stadt oder einem Kreis lebt, wo die Neuinfektionen 200 Fälle pro 100.000 Einwohner:innen übersteigen, soll sich über den Wohnort hinaus nur noch in einem Umkreis von 15 Kilometern bewegen.

»Leine«, das klingt, als betrachte die Regierung die Menschen wie widerspenstige Hunde. So möchte sich wohl niemand sehen. Ein echter Aufreger, der in Titelzeilen sicher viele Klicks bringt – aber auch das Potenzial birgt, Vertrauen zu zerstören.

Seit Corona fühle ich mich als Bürger nicht mehr ernst genommen. Wir werden nicht mehr offen und transparent informiert, sondern wie Kinder behandelt, denen man zu ihrem eigenen Schutz die Wahrheit nicht sagt. Und das schlägt sich dann zum Beispiel in der Impfbereitschaft nieder. – Eike, Perspective-Daily-Mitglied, in der Diskussion zum Artikel »Was passieren muss, damit die Corona-Impfung in Deutschland gelingt«

Den Begriff der Corona-Leine haben Medien geprägt, andere Ärgernisse aber hat die Regierung selbst zu verantworten. Unglücklich ist zum Beispiel der oft verwendete Begriff der »Herdenimmunität«, der ebenfalls Assoziationen mit Tieren und nicht unbedingt einer mündigen Gesellschaft weckt. Anthropologin Heidi Larson bevorzugt deshalb den Begriff der »Community Immunity« (auf Deutsch: »Gemeinschaftsimmunität«).

Katharina Wiegmann hat Diskursforscherin Ruth Wodak gefragt, was der Coronawortschatz über unsere Demokratie verrätDen richtigen Ton zu treffen, ist für politisch Verantwortliche nicht einfach. Eine Regierung hat verschiedene Möglichkeiten, mit Ungewissheiten umzugehen. Traut sie den Bürger:innen zu, mit einem »Das wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht« zurechtzukommen? Oder versucht sie, Sicherheit zu vermitteln, indem sie Nichtwissen mit Floskeln und technokratischen Formulierungen überspielt?

Dafür ist die Herdenimmunität ebenfalls ein gutes Beispiel, also die Frage, ob diese durch die Impfungen gegen Corona überhaupt erreicht werden kann – oder ob der Impfstoff lediglich die geimpfte Person davor schützt, schwer zu erkranken. Mit absoluter Sicherheit kann diese Frage noch nicht beantwortet werden, Forschende geben das auch offen zu. In der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) heißt es dazu etwas verklausuliert: »Die Unterbrechung oder Verminderung der Transmission im Ziel 3 ist auf der Basis der verfügbaren Daten zur Wirkung der Impfstoffe derzeit nicht sicher beurteilbar.« Die vollständige Stiko-Empfehlung findest du hier zum Download (PDF). Dennoch spricht Gesundheitsminister Jens Spahn im Zusammenhang mit der Impfung immer wieder von der Herdenimmunität als Ziel. In einem Interview mit dem ZDF Anfang Januar Das Interview kannst du dir hier ansehen (2021)fasst Moderatorin Marietta Slomka nach – und bekommt eine ausweichende Antwort.

Ist eine »Herdenimmunität« möglich?

Wenn die Impfung dafür sorgt, dass das Coronavirus im Körper eines Geimpften nicht überlebt, kann die Ausbreitung des Erregers in der Bevölkerung gestoppt werden – selbst dann, wenn nicht jede:r Einzelne geimpft ist. Sind genügend Menschen geimpft, findet das Virus nämlich keinen Wirtskörper mehr und stirbt aus, ähnlich einem Feuer, das kein Brennmaterial mehr zur Verfügung hat. Ob die aktuellen Covid-19-Impfstoffe dazu in der Lage sind oder ob sie nur Symptome verhindern, ist noch unklar. Um das festzustellen, müssen weitere Daten ausgewertet werden.

Über Risiken und Grenzen der Impfung, so scheint es, reden politisch Verantwortliche wie Jens Spahn im Moment nicht gern. Einerseits ist dieser Impuls nachvollziehbar. Die Impfung ist ein, wenn nicht sogar der entscheidende Baustein im Kampf gegen die Pandemie. Wenn nun Menschen zu Beginn einer Kampagne aber mehr über die Risiken und Nebenwirkungen als über den Nutzen hören, birgt das die Gefahr, dass die Impfbereitschaft sinkt.

Zudem gehört es zur Aufgabe der Regierung, Sicherheit zu vermitteln, mit einer gewissen Grundgelassenheit durch Krisen zu steuern, damit kein Chaos ausbricht, das noch mehr Menschen in Gefahr bringen könnte. Und wer wählt schon einen Politiker, der bei essenziellen Fragen keine selbstbewusste Führung, sondern ein »Das wissen wir leider noch nicht« anbietet?

Am Ende wäre ein solches Eingeständnis vielleicht populärer – und vertrauensfördernder –, als Politiker wie Jens Spahn meinen. Dass Transparenz über Unsicherheiten nicht schadet oder sich sogar positiv auf das Vertrauensverhältnis auswirken kann, dazu gibt es inzwischen sogar Studien. Hier findest du eine Studie von Forschenden der Universität Oslo, wie sich die Kommunikation von Unsicherheit auf das öffentliche Vertrauen auswirkt. Psychologe Philipp Schmid erklärte auf Nachfrage: »Es gibt keine Evidenz, dass das Kommunizieren von Unsicherheit zu Vertrauensverlust führt. Da man damit also Transparenz steigert und keinen Schaden anrichtet, sollte man es tun.«

»Man muss der Öffentlichkeit sagen, was man nicht weiß«, meint der Virologe Hartmut Hengel im Rahmen eines Videopanels des Science Media Centers Das Science Media Center Germany ist eine unabhängige und gemeinwohlorientierte Wissenschaftsredaktion, die Medienschaffende bei der Berichterstattung über Themen mit Wissenschaftsbezug unterstützt. Die Redaktion stellt Hintergrundwissen, Einschätzungen und Zitate zu tagesaktuellen Geschehnissen aus der Wissenschaft zur Verfügung und organisiert Pressekonferenzen und Briefings mit Expert:innen aus der Wissenschaft. Hier findest du das Pressebriefing des Science Media Centers zum Thema Impfenzum Thema Impfen. Dabei sieht er auch die wissenschaftliche Community in der Verantwortung. Risikokommunikation müsse schon allein deshalb aktiv betrieben werden, um dem Eindruck entgegenzuwirken, die Politik könne Entscheidungen von oben beeinflussen. »Die Bevölkerung muss lernen, wissenschaftliche Ungewissheiten auszuhalten.«

Hier unterscheiden sich Politik und Wissenschaft – in der Wissenschaft wird häufig betont, was noch nicht klar ist, während in der Politik bisweilen schlecht begründete Maßnahmen angeordnet werden, die widersprüchlich sind oder deren (langfristiger) Nutzen für die Gesamtbevölkerung zumindest zweifelhaft ist: Stefan Boes fordert: Wir müssen die Büros sofort schließen!Warum dürfen Menschen in Büros und Fabriken weiterhin zusammenkommen, in Schulen und In dieser Spiegel-Kolumne bittet Samira El Ouassil um bessere Begründungenim privaten Bereich aber nicht?

Das liegt teilweise am Wesen von Politik und demokratischen Prozessen, bei denen es nicht um Wahrheitsfindung, sondern um das Aushandeln von Kompromissen und das sensible Austarieren unterschiedlicher Interessen geht. Oder, um es mit den Worten von Kanzlerin Merkel zu sagen: »Politik ist das, was möglich ist.« Diese Tatsache öfter transparent zu kommunizieren, wäre ein Schritt in Richtung von mehr Glaubwürdigkeit – die es bei Impfkampagnen dringend braucht. Was es außerdem braucht: präzise Informationen zu den drängendsten Fragen.

4. Informationen zu den Menschen bringen

Wer sich nicht gerade beruflich mit der Beschaffung von Informationen beschäftigt, kann gerade schnell den Überblick im Wust widersprüchlicher Aussagen und unklarer Regelungen verlieren.

Dabei sind es Informationen – vor allem über mögliche Nebenwirkungen –, die für Menschen der wichtigste vertrauensfördernde Faktor sind. Das legen zumindest die Ergebnisse der Cosmo-Umfrage nahe.

Über diese Impfstoff-Themen wollen die Menschen in Deutschland mehr wissen

Die Daten wurden im Rahmen des Covid-19 Snapshot Monitorings vom 8.12.2020 erhoben. Mehrfachantworten waren möglich. (Angaben in Prozent)

Quelle: Cosmo

Wer sich für eine Impfung entscheidet, muss abwägen können, ob der Nutzen das Risiko eventueller Nebenwirkungen überwiegt. Nur dann, wenn diese Informationen verfügbar sind, sei es möglich, eine informierte Entscheidung zu treffen, betont auch Psychologe Philipp Schmid.

Es solle allerdings nicht darum gehen, Menschen mit aller Macht vom Impfstoff zu überzeugen. »Letztendlich ist es eine Gegenüberstellung von Informationen; und wenn die dazu führt, dass jemand sagt ›Das reicht mir nicht‹, dann ist das okay«, betont Schmid.

Wer sich erst im Internet mühsam alles zusammensuchen muss, steht schon vor dem ersten Hindernis – und läuft außerdem Gefahr, auf falsche Nachrichten hereinzufallen.

So landeten in einem Stadtteil im Südwesten Berlins kürzlich Flyer in den Briefkästen, die darauf abzielten, Misstrauen dem Impfstoff gegenüber zu wecken. Unter anderem wird suggeriert, dass mehr Menschen an den Impfnebenwirkungen sterben könnten als an Corona – was nicht stimmt.

Dass sich solche Nachrichten on- und offline verbreiten, ist nicht überraschend. Doch einen Flyer vom Bundesgesundheitsministerium oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der vor derartigen Falschmeldungen warnt oder ihnen gar mit Fakten zuvorkommt, suchten die Menschen in ihren Briefkästen bisher vergeblich.

Dabei wäre es sinnvoll, Desinformationen zu widerlegen, bevor sie in der Welt sind, meint Psychologe Schmid. »Wir müssen die Menschen auch ›psychologisch impfen‹ und sie darauf vorbereiten, welche Mythen rund um den Impfstoff aufkommen könnten.«

Zielgruppenspezifische Ansprache heißt nicht: Auf dem Poster ist eine Krankenschwester oder ein Pfleger

Umso wichtiger ist es jetzt, gezielt Informationen zum Impfstoff an die Menschen zu bringen und mehr Stellen einzurichten, Dieses Handbuch gibt Einblicke, wie die Impfstoffkommunikation gelingen kann (englisch)an die sie sich mit Zweifeln und Fragen wenden können. »Zielgruppenspezifische Ansprache heißt nicht: Auf dem Poster ist eine Krankenschwester oder ein Pfleger. Es heißt: Wir haben mit zahllosen Personen gesprochen oder quantitative Studien gemacht, wir wissen, wo der Schuh drückt, und reagieren entsprechend«, schreiben die Forscher:innen in der aktuellen Cosmo-Erhebung.

Aus früheren Studien sei bekannt, welche Gruppen welche Kommunikationskanäle bevorzugen, sagt Schmid, der nicht nur an der Cosmo-Studie mitwirkt, sondern auch gemeinsam mit anderen Psycholog:innen ein umfassendes Handbuch darüber erarbeitet hat, Den Leitfaden zur Impfkommunikation findest du hier zum Download (englisch, 2021, PDF)wie Kommunikation im Einzelnen gelingen kann.

Ein Problem bleibt allerdings: Manchmal reicht auch die beste Information nicht aus, um Vertrauen zu schaffen – besonders dann, wenn Gefühle im Spiel sind, kann es schwierig werden. Womit wir beim nächsten Punkt wären …

5. Logik vs. Gefühl? Emotionen brauchen Platz im politischen Prozess!

Wir alle machen manchmal Fehler, obwohl wir es eigentlich besser wissen. Obwohl uns ausreichend Informationen und Erfahrungswerte zur Verfügung stehen, treffen wir »unvernünftige« Entscheidungen, weil uns unser Bauchgefühl in eine andere, in die irrationale Richtung geschubst hat. Doch dieses »Bauchgefühl« hat im demokratischen Prozess keinen festen Platz, kein wirkliches Forum, obwohl es zum alltäglichen Erleben gehört.

Gefühle – wie Ängste und Sorgen vor Impf(stoff)risiken – werden oft eher als Störfaktoren betrachtet, die es im Zaum zu halten gilt, und als potenzielles Manipulationsmaterial in den Händen von Populist:innen. Gefühle und persönliche Neigungen gehören ins Privatleben – In diesem Essay schreiben die Politologen Gary S. Schaal und Felix Heidenreich über die Rolle von Emotionen in der Demokratiein der Politik, so die herrschende Grundannahme, geht es um rationale Argumente.

Doch die komplette Abkapselung der Emotionen in die Privatsphäre kann gar nicht gelingen. Lies hier einen Aufsatz der Psychologen Paul Hoggett und Simon Thompson darüber, wie eine »Demokratie der Emotionen« aussehen könnte (englisch, 2008, Paywall)Gefühle sind nie nicht im öffentlichen Raum. Aber wie mit ihnen umgehen?

Hier lernt Katharina Wiegmann im Selbstversuch, wie Bürger:innenräte funktionierenIm Moment werden Bürger:innenräte oft als Patentrezept für gelungenen demokratischen Dialog präsentiert, besonders bei polarisierenden Themen. So hat der französische Präsident Emmanuel Macron gerade per Los einen repräsentativ besetzten Impfrat aus 35 Bürger:innen ins Leben gerufen, Der Auslandsdienst des französischen Radios berichtet (englisch)der die Impfkampagne in Frankreich beratend begleiten soll. Frankreich gehört zu den Ländern, in denen das Vertrauen in die Impfung derzeit am niedrigsten ist.

Hier beraten zufällig ausgeloste Menschen des französischen Bürger:innenrates für das Klima. Sie haben in den Jahren 2018 und 2019 Vorschläge für mehr Klimaschutz erarbeitet und der Regierung vorgelegt. An ihren Gesichtern lässt sich ablesen, dass der Dialog mit Menschen, die anders denken, durchaus anstrengend sein kann. – Quelle: Katrin Baumann / Convention citoyenne pour le climat. copyright

Zufällig besetzte Gremien, die gemeinsam Empfehlungen erarbeiten und stellvertretend für unterschiedliche Gesellschaftsgruppen in den Dialog treten, können tatsächlich ein Ansatz sein, der Vertrauen schafft. Wenn Politik nicht mehr in erster Linie als der Kampf um das besser begründete Argument, sondern auch als »Emotionsmanagement« verstanden wird, öffnen sich Chancen, bewusster und wehrhafter gegenzusteuern, wenn Emotionen manipuliert werden.

Das könnte sich heute vor allem in den sozialen Medien bewähren, wo sich Fehlinformationen und Gerüchte rasend schnell verbreiten und so potenzieren. In diesem Umfeld funktioniert, was emotionalisiert, was wütend macht und verängstigt. Bisher hinkt die Politik hinterher, wenn es darum geht, Gastautorin Natalie Grams darüber, welche Mechanismen Verschwörungsmythen befeuernVerschwörungsmythen oder Wie Hass das Internet zerstört, erklärt Dirk Walbrühl in diesem ArtikelHate Speech im Netz zu begegnen, anstatt verbindliche Regeln zu formulieren und durchzusetzen, die zu einer solidarischen Gesellschaft passen, in der Menschen respektvoll miteinander umgehen.

Gegenseitigen Respekt, Dialog und Beteiligung auf allen Seiten – das fordert auch Heidi Larson mit Blick auf die Impfdiskussion: »Wer Vertrauen steigern will, darf die Auseinandersetzung nicht scheuen.«

Mit Illustrationen von Mirella Kahnert für Perspective Daily

von Lara Malberger 
Das Netz ist voller Tipps und Ratschläge – und Menschen, die damit ihre Probleme lösen wollen. Doch meistens gibt es nicht »die« eine richtige Lösung. Aber was ist sinnvoll? Und was kann weg? Um so nah wie möglich an eine Antwort heranzukommen, hat Lara Wissenschaftsjournalismus mit Schwerpunkt Biowissenschaften und Medizin in Dortmund und Digital Journalism in Hamburg studiert.

von Katharina Wiegmann 
Als Politikwissenschaftlerin interessiert sich Katharina dafür, was Gesellschaften bewegt. Sie fragt sich: Wer bestimmt die Regeln? Welche Ideen stehen im Wettstreit miteinander? Wie werden aus Konflikten Kompromisse? Einer Sache ist sie sich allerdings sicher: Nichts muss bleiben, wie es ist.
Themen:  Psychologie   Politik   Gesundheit  

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