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PD Daily 

Was uns wirklich davon abhält, unsere Kontakte einzuschränken

Trotz Lockdown suchen wir weiter Kontakt zu Familie und engen Freund:innen. Der Grund dafür ist das sogenannte Verhaltensimmunsystem – und eine Emotion, die normalerweise unser Überleben sichert.

26. Januar 2021  5 Minuten

Seit 6 Wochen befinden wir uns nun im zweiten Lockdown. Die Einschränkungen, die die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen sollen, sind drastisch. Dass die Infektionszahlen nur langsam sinken, lässt vermuten, dass viele von uns pandemiemüde sind und wir uns nur noch halbherzig an die Maßnahmen halten. Wenn ich nach draußen gehe, merke ich allerdings, dass sich doch etwas getan hat in den letzten Tagen und Wochen.

Im Supermarkt tragen alle ganz selbstverständlich eine Maske. Und zwar nicht mehr nur über den Mund, wie das noch im Herbst oft der Fall war, sondern so, dass Mund und Nase bedeckt sind. Insgesamt halten die Menschen mehr Abstand und es passiert mir nur noch selten, dass jemand eng an mir vorbeigeht. Meine Beobachtung spiegelt sich auch in den aktuellen Daten der Cosmo-Befragung wider, die die deutsche Bevölkerung regelmäßig dazu befragt, wie es ihnen in der Pandemie geht. Hier findest du eine Zusammenfassung der Ergebnisse der aktuellen Cosmo-Befragung Im Januar gaben rund 90% der Befragten an, Maske zu tragen und Abstand zu halten.

Bei vertrauten Personen verzichten wir häufig auf Maske und Abstand.

Wenn wir uns aber so gut schützen und das öffentliche Leben so sehr eingeschränkt ist, wie kommt es dann, dass die Infektionszahlen nur langsam sinken? Den aktuellen Lagebericht des RKI findest du hier Laut dem aktuellen Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) finden viele Ansteckungen in privaten Haushalten statt. Ein Grund für den langsamen Rückgang der Infektionszahlen liegt also darin, dass wir die Hygieneregeln zwar einhalten, wenn wir Fremden begegnen, es bei engen Freund:innen und Familienmitgliedern aber nicht mehr so genau nehmen. Bei ihnen verzichten wir häufig auf Maske und Abstand.