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PD Daily 

Geht es auch ohne China? Wie sich die USA aus der Technologieabhängigkeit befreien wollen

Wenn die Lieferkette nicht liefert, könnte die Blockchain weiterhelfen. Doch die EU hat eine ganz andere Lösung.

2. März 2021  6 Minuten

Dass das Verhältnis zwischen den USA und China aktuell »unterkühlt« ist, dürften die meisten Menschen inzwischen mitbekommen haben. Die beiden Nationen befinden sich in einem ausgewachsenen Handelsstreit; in den vergangenen Jahren haben sich die gegenseitigen Strafzölle auf Hunderte Milliarden US-Dollar hochgeschaukelt.

Dabei geht es um nicht weniger als die Vormachtstellung als führender Technologiestandort weltweit.

Einer der Steine des Anstoßes, die den Streit losgetreten haben, ist eine politische Praktik Chinas, ausländische Techunternehmen (vor allem aus den USA) im Inland zu gängeln. Wer am enormen chinesischen Markt etwa mit Smartphones, Solartechnik oder digitalen Angeboten profitieren möchte, muss die eigene Technologie notgedrungen aus der Hand geben – Etwa beim Zusammenschluss oder der Übernahme von Unternehmen. Dabei müssen die beteiligten ausländischen Unternehmen chinesischen Unternehmen Eigentums- und Nutzungsrechte einräumen. Eine Umfrage der Europäischen Handelskammer 2019 bestätigte, dass 20% der in China tätigen Unternehmen bereits zu diesem Zweck von chinesischen Behörden unter Druck gesetzt wurden. also Firmengeheimnisse offenlegen.

Diese Praktik heißt »Technologietransfer« und dies war der Auslöser, der Ex-US-Präsident Donald Trump auf wirtschaftlichen Konfrontationskurs mit China gehen ließ, den sein Nachfolger, US-Präsident Joe Biden, scheinbar beibehält. Das liegt auch daran, dass die protektionistische Politik aus Peking nicht das einzige belastende Element im Verhältnis Amnesty International berichtet über zahllose Menschenrechtsverletzungen in China zwischen den Nationen ist.