Fremdsprachen? Kein Problem. Universalübersetzer an!

Ein Klick und Captain Kirk versteht jeden Außerirdischen. Auch auf der Erde machen wir große Fortschritte beim Thema Übersetzungen. Wie weit sind wir noch vom Universalübersetzer entfernt?

20. Januar 2017  13 Minuten

Der Weltraum, unendliche Weiten. Captain Kirk vom Raumschiff Enterprise ist auf einem fremden Planeten gestrandet und braucht Hilfe. Vor ihm stehen 2 Wesen einer völlig fremden Art und geben unverständliche Laute von sich. Doch für den Captain ist das kein Problem, denn er kann auf die Technologie des 23. Jahrhunderts zurückgreifen – den Universalübersetzer. Die Apparatur in Größe einer Taschenlampe »lernt« fremde Sprachen automatisch und dolmetscht Überträgt man eine Sprache »live« in eine andere, verwendet man den Begriff »dolmetschen« (sprachwissenschaftlich: Mediation). Ist das Ergebnis aber eine korrigierbare Aufzeichnung (Schrift, Tonaufnahme), dann spricht man von »Übersetzung« (Translation) sie dann simultan, während sie gesprochen werden. Minuten später unterhält sich Kirk bereits prächtig mit den Aliens, klärt Missverständnisse auf und entdeckt Gemeinsamkeiten. Für die Crew der USS Enterprise ist das normal – für uns noch Science Fiction …, oder?

Nicht ganz. Wir tragen fast alle bereits heute einen Vorläufer des Universalübersetzers in der Hosentasche. Dazu macht die Übersetzungs-Technologie derzeit große Sprünge. Schaut man sich Übersetzungstechnologie an, die es schon heute gibt, werden wir wohl nicht mehr bis zum 23. Jahrhundert warten müssen, bis sich alle Menschen untereinander verstehen können – mit spürbaren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Aber welche Hürden müssen Technik und Forschung noch nehmen, damit diese Science-Fiction Wirklichkeit wird?

Titelbild: KPA/dpa - copyright

von Dirk Walbrühl 

Dirk ist ein Internetbewohner der ersten Generation. Ihn faszinieren die Möglichkeiten und die noch junge Kultur der digitalen Welt, mit all ihren Fallstricken. Als Germanist ist er sich sicher: Was wir heute posten und chatten, formt das, was wir morgen sein werden. Die Schnittstellen zu unserer Zukunft sind online.

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