Reportage — 13 Minuten

Unterwegs im feuchten Traum der Ökos

30. Januar 2017
Themen:

Es war einmal ein ganz normaler Landkreis, in dem Bürger, Politiker und Unternehmen gemeinsam die Energiewende stemmten. Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage? Wir sind im Märchenland vorbeigefahren.



Das Auto klingt wie ein Raumschiff. Statt eines zündenden Motors hören wir einen freundlichen Akkord, als wir den Startknopf hinterm Lenkrad drücken. Und dann, fast geräuschlos, Unser Wagen ist mit einem »akustischen Fußgänger-Warnsystem« ausgerüstet – weil er bei geringer Geschwindigkeit sonst wirklich lautlos wäre und damit eine Gefahr für unachtsame Menschen auf dem Gehweg. rollen wir los. Noch schnell »Steinfurt« ins Navi eingeben, dann beginnt unser Recherchetag im Elektroauto.

Da fließt der Strom: Unser Auto veranschaulicht den Stromfluss vom Akku zu den Rädern – Quelle: David Ehl copyright
Eigentlich hat das Elektroauto, mit dem wir an diesem Tag unterwegs sein wollen, einen »Range Extender« – einen Zusatzakku, der die Reichweite auf etwa 240 Kilometer erhöhen soll. Kälte ist jedoch der natürliche Feind des Felix Austen über moderne Akkus Lithium-Ionen-Akkus und so starten wir an diesem sonnig-kalten Januarmorgen mit Strom für 162 Kilometer. Und ganz ehrlich: Es macht großen Spaß, das Gaspedal (heißt das bei einem E-Auto überhaupt so?) durchzudrücken und am eigenen Leib zu erleben, wie kraftvoll der Wagen beschleunigt. Ohne Schalten, ohne schlechtes CO2-Gewissen.

Wir verlassen Münster auf der A1 gen Norden und als die ersten Windräder am Horizont auftauchen, fahren wir ab. Nach gut 30 Kilometern sind wir in Steinfurt – einer beschaulichen Stadt, über die

Titelbild: David Ehl - copyright

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