»Nein, die Deutschen sind nicht untereinander integriert«

Schwerer Start: Im Schatten der Kölner Silvesternacht entstand »Abwab«, die erste arabisch-deutsche Flüchtlingszeitung. Ihr Chefredakteur Ramy al-Asheq provoziert und kritisiert, um Dialoge zu eröffnen.

Interview - 13. Februar 2017  9 Minuten

Ramy al-Asheq (27) floh aus Yarmouk, einem palästinensischen Bezirk in Damaskus, nach Jordanien. Mit einem Autorenstipendium der Heinrich-Böll-Stiftung kam er 2014 nach Deutschland. – Quelle: Meksim Issa copyright

In Köln arbeitet Abwab-Chefredakteur Ramy al-Asheq in den eigenen 4 Wänden. Der syrisch-palästinensische Schriftsteller kam 2014 nach Deutschland und entwarf die Idee für die Flüchtlingszeitung. Link zur arabischen Startseite der Zeitung »Abwab« heißt übersetzt »Türen«. Symbolisch möchten die mittlerweile über 50 Autoren mit ihren Beiträgen über Deutschland Türen öffnen; neben hilfreichen Informationen zur neuen Umgebung können Geflüchtete auch gesellschaftliche Diskurse über Integration, Rassismus und Gleichberechtigung in ihrer eigenen Sprache mitverfolgen und mitgestalten. Seit Beginn hat die Zeitung ihre Auflage fast verdoppelt. Hier könnt ihr euch darüber informieren, was »Ethnomarketing« ist In das Projekt investiert hat die Medienfirma nhd Consulting aus Offenbach, die sich auf sogenanntes »Ethnomarketing« spezialisiert.

Titelbild: Oliver Berg / dpa - copyright

von Juliane Metzker 

Juliane schlägt den journalistischen Bogen zu Südwestasien und Nordafrika. Sie studierte Islamwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin im Libanon. Durch die Konfrontation mit außereuropäischen Perspektiven ist ihr zurück in Deutschland klar geworden: Zwischen Münster und Beirut liegen gerade einmal 4.000 Kilometer. Das ist weniger Distanz als gedacht.

Themen:  Flucht   Deutschland   Gesellschaft  

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