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Auf gute Nachbarschaft mit dem bösen Wolf

11. Juli 2016
Themen:

Seit einigen Jahren bevölkern Wölfe wieder weite Teile der Republik. Unser Verhältnis zum »grauen Jäger« ist gespalten: Freund oder Räuber? Andere Länder experimentieren bereits fleißig mit Maßnahmen, die das Zusammenleben erleichtern sollen.



Nachbarn sind so eine Sache für sich: Bei einigen von ihnen leihen wir Zucker und Milch, verweilen gern für einen kleinen Schwatz, mit anderen läuft es weniger gut, schlimmstenfalls kommt es zum Zaunkrieg. Das Zusammenleben auf engstem Raum birgt immer Konflikte – das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Wölfe. 31 Rudel und weitere 8 Wolfspaare durchstreifen derzeit die Republik. Sie sind da und werden aller Voraussicht nach bleiben.

Auch wenn das Miteinander nicht immer reibungslos verläuft, freut sich die Mehrheit der deutschen Bevölkerung über die Rückkehr der Wölfe. Laut einer Forsa-Umfrage von 2015 sind es sogar rund Hier geht es zu den Ergebnissen der Umfrage des Naturschutzbundes (NABU) 80%, die der Meinung sind, »dass Wölfe ebenso in unsere Landschaften gehören wie Rehe oder Füchse.« Und das, obwohl das Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf in der Vergangenheit alles andere als harmonisch ablief. Wie sehen wir den Wolf heute? Und wie entsteht das Bild vom Wolf in unseren Köpfen?

Mit den Wölfen heulen

Als Kinder lernten wir Wölfe in düsteren Märchen und Geschichten als hinterlistige und gemeine Tiere kennen. Ihre Lieblingsbeschäftigung bestand vor allem darin, Also Wölfe sind so spannend. Ich schaue die mir immer in Büchern von Papa an. Der beim Kasperletheater war erst böse und dann lieb. Ich glaube, die sind nicht böse. Aber wenn man sie erschreckt, dann sind sie böse. Sie sind lieber alleine im Wald und mögen keine Menschen. – Sophie, 6 Jahre

Titelbild: Josh Felise - CC0

 

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