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Das wird man wohl noch sagen dürfen!

Neger, Krüppel, Brüllrentner – warum reden wir nicht einfach, wie wir wollen? Lies diesen Artikel in der total respektlosen Variante und finde es heraus.

20. Februar 2017  10 Minuten

Neulich diskutierte ich mit einem Freund über Migrationdie Menschenflut aus dem Ausland. Da fiel er mir plötzlich ins Wort:

»Ausländer darfst du nicht mehr sagen, Herr Journalist. Das ist diskriminierend.«

Verwundert zückte ich mein Smartphone und schlug beim Duden nach. »Ausländer: Angehöriger eines fremden Staates oder Staatenloser.«

»Und was soll ich stattdessen sagen?«

»Das musst du wissen.«

Der Duden hatte auch darauf eine Antwort:

Das Gespräch ließ in mir ein unbestimmtes Gefühl von Widerwillen zurück. Wann genau haben wir angefangen, unsere Sprache so zu verdrehen?

Wir müssen über die Taka-Tuka-Kultur reden

Sie tauchen in Zeitungen auf, in Regierungstexten, in Reden, in Kinderbüchern und sogar bei sozialen Medien: merkwürdigebeknackte neue Wörter. Eines der ersten Opfer war ausgerechnet die RebellinRotzgöre Pippi Langstrumpf. In der Neuauflage des Kinderbuchklassikers heißt der »Negerkönig« nun Südseekönig und die »Negersprache« Taka-Tuka-Sprache. Die Entscheidung dazu traf der Verlag Friedrich Oetinger im Jahr 2009. Besonders pikant wird es, da sich die Autorin Astrid Lindgren zu Lebzeiten gegen Bearbeitungen ihrer Texte ausgesprochen hatte.

Titelbild: Ayo Ogunseinde - CC0

von Dirk Walbrühl 

Dirk ist ein Internetbewohner der ersten Generation. Ihn faszinieren die Möglichkeiten und die noch junge Kultur der digitalen Welt, mit all ihren Fallstricken. Als Germanist ist er sich sicher: Was wir heute posten und chatten, formt das, was wir morgen sein werden. Die Schnittstellen zu unserer Zukunft sind online.

Themen:  Extremismus   Gesellschaft  

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