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+++Eilmeldung: Bei dir ist der Groschen gefallen+++

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+++Eilmeldung: Bei dir ist der Groschen gefallen+++

12. April 2017
Themen:

Noch sind die meisten Medien unsicher, wie sie im Internet Geld verdienen können. Experimentiert wird viel. Wie aussichtsreich ist das Modell, auf das du setzt?



»Information will frei sein.« Diesen Satz Dossier der Zeit über die Digitalpioniere des Silicon Valley beschrieb die Zeit 2013 als Glaubensbekenntnis, als Mantra des Silicon Valley. Dorthin hatte es zu dieser Zeit auch den damaligen Bild-Chefredakteur Kai Diekmann verschlagen, der unter der Sonne der großen Digital-Gurus Visionen erarbeiten wollte, wie aus der Boulevardzeitung ein zeitgemäßes Produkt werden kann. Braun gebrannt auf der Terrasse im Silicon Valley muss jedoch auch Diekmann eingestehen: »Wenn keiner mehr bezahlt für Journalismus, dann ist Schluss mit Journalismus.« Wie können sich Medien heute finanzieren, wenn sie nicht mehr Hüter, sondern Kurator der freien Information sind?

Früher konnten Medien weitestgehend bestimmen, welche Informationen frei verfügbar waren. Journalisten galten als »Gatekeeper«, also Torwächter, die entscheiden, was reinkommt und was draußen bleibt. Heute sind Journalisten eher »Gatewatcher«, sie beobachten, wer durchs Tor geht, und bieten Lesern, Hörern und Zuschauern ihre Zusammenfassung und Einordnung an. Klar, dass an diesem Informationstor möglichst unbestechliche Sicherheitsleute positioniert sein sollten. Dafür brauchen sie eine fachliche Ausbildung und vor allem eins: Zeit.

Mit anderen Worten: Es ist an der Zeit, zu fragen, wie Journalismus finanziert werden kann und soll.

Mit Illustrationen von Robin Schüttert für Perspective Daily

 

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