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Ist die FDP zurück?

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Reportage — 10 Minuten

Ist die FDP zurück?

12. Mai 2017
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Vor 4 Jahren flog die FDP aus dem Bundestag – seitdem arbeitet sie an einem neuen Image und dem Generationenwechsel. Ein Tag mit einem der jüngsten Kandidaten vor der Landtagswahl in NRW.



Außerparlamentarische Opposition – so heißt die aktuelle Rolle der FDP Die Freie Demokratische Partei wurde im Jahr 1948 gegründet, geht jedoch auf die im Jahr 1861 gegründete Deutsche Fortschrittspartei zurück. Sie zählt rund 55.200 Mitglieder, davon knapp 1/4 Frauen. Im Europaparlament gehört sie der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa an – gemeinsam etwa mit der VVD und D66 aus den Niederlanden, der österreichischen NEOS, den britischen LibDems und den spanischen Ciudadanos. in der Bundespolitik. Dieser Begriff klingt strukturiert, gemessen an den turbulenten 4 Jahren, die die Partei hinter sich hat.

Am Anfang stand die Katastrophe. Die hatte sich nicht nur in den Umfragen angekündigt: Die Plagiatsaffäre um die damalige Vizepräsidentin des EU-Parlaments Silvana Koch-Mehrin 2011 und der Rauswurf der zerstrittenen FDP aus der Saar-Landesregierung 2012 waren erste Sargnägel, vor allem blieben jedoch die FDP-Minister im Kabinett Merkel II eher blass. Eine Woche vor der Bundestagswahl zeichnete sich in Bayern bereits das Schicksal der Bundespartei ab: Hier war die FDP ebenfalls zuvor Teil einer schwarz-gelben Regierung, scheiterte jedoch an der 5%-Hürde. Am 22. September 2013 ist die FDP, damals sogar Teil der Regierung, mit 4,8% aus dem Bundestag geflogen. In demselben hohen Bogen flogen auch die Verantwortlichen: Philipp Rösler und sein kompletter Vorstand mussten gehen. Übrig blieb eine geschockte Parteibasis – mit genau einer Chance auf den Relaunch.

Titelbild: David Ehl - copyright

 

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