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So sieht ein Land aus, in dem alle Geflüchteten bleiben dürfen

Uganda gibt jedem Geflüchteten Land und eine Arbeitserlaubnis. Was wir von diesem Beispiel lernen können.

29. Mai 2017  8 Minuten

Den ganzen Tag lang überqueren Geflüchtete die Grenze, allein oder in Gruppen. Familien, junge Männer, unbegleitete Kinder, mehr als 3.000 am Tag. Der Grenzschutz schaut tatenlos zu, denn es gibt Anweisung von höchster Ebene, alle durchzulassen.

Die Szene mag an die deutsche »Flüchtlingskrise« im Jahre 2015 erinnern, als die Ankunft von bis zu 890.000 Geflüchteten die deutsche Gesellschaft und Politik erschütterten. Tatsächlich ist die beschriebene Grenze aber rund 5.300 Kilometer südlich von Deutschland, zwischen den ostafrikanischen Staaten Südsudan und Uganda.

Inzwischen beherbergt Uganda knapp Das UNHCR hat detaillierte Daten zu Geflüchteten aus dem Südsudan (englisch) 900.000 südsudanesische Geflüchtete. Die The Guardian bietet eine Reportage über Bidi Bidi (englisch) Siedlung Bidi Bidi ist mit 270.000 Einwohnern inzwischen das größte Flüchtlingscamp der Welt. Wie in Deutschland kamen die meisten während einer kurzen Zeitspanne, nachdem sich die Detaillierte Hintergrundinformationen zum Bürgerkrieg im Südsudan bietet zum Beispiel die International Crisis Group (englisch) Kämpfe im Südsudan Mitte 2016 immer mehr im südlichen Landesteil ausbreiteten, der an Uganda grenzt. Weitere 900.000 Südsudanesen sind in andere Nachbarländer geflohen.