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Unsere Zukunft entscheidet sich in den Städten

Das wissen auch die Bürgermeister – und spannen ein weltweites Netzwerk, um ihre neue Macht richtig einzusetzen.

29. Juni 2017  10 Minuten

Was haben Miami, Malmö und Mumbai gemein? Warum tauschen sich die Bürgermeister von Berlin, Antalya und Warschau plötzlich darüber aus, wie sie ihre Städte umgestalten können? Und was schweißt neuerdings Paris und Pittsburgh zusammen?

Die Antworten: Miami, Malmö und Mumbai laufen Gefahr, in den nächsten Jahrzehnten in steigenden Meeren zu versinken. Berlin, Antalya und Warschau sind Mitglieder eines weltweiten Bundes, der Tausende Städte fit für die Zukunft machen soll. Und Pittsburgh hat im Juni Präsident Trump und seiner Entscheidung, aus dem Pariser Klimaabkommen auszutreten, den symbolischen Stinkefinger gezeigt und klargemacht: Hunderte Städte, Bundesstaaten und Firmen haben das Protestschreiben unterzeichnet»We are still in!«, »Wir sind noch drin!«

Kurz gesagt: Die Städte bekommen es mit dem Klimawandel zu tun. Doch anstatt in Panik oder Lethargie zu verfallen, sind sie sich des Risikos bewusst – und nehmen ihr Schicksal in die eigene Hand. Sie wissen: Sie sind es, die über unsere Zukunft entscheiden. Und dafür schmieden sie neue Bündnisse.

3 Gründe, warum die Städte über unsere Zukunft entscheiden

Doch was bringt die Städte gerade jetzt dazu, sich plötzlich um ihre Zukunft zu sorgen? In erster Linie zeigen diese 3 Anzeichen, dass der Kampf gegen den Klimawandel dort ausgetragen wird, wo Millionen Menschen aufeinandertreffen – in den Metropolen:

  1. Der Druck, sich dem Wandel zu stellen, ist enorm: Denn in den Städten sind die Folgen des Klimawandels oft früher und stärker zu spüren als auf dem Land. Allen voran das Wasser: Die ganze Liste gibt es hier14 der 17 größten Städte der Welt liegen direkt an der Küste. Die Einwohner Mumbais, Miamis und Malmös sind nur einige von Einen weltweiten Überblick zum Leben in Küstenregionen findest du hier (englisch)mehr als 200 Millionen Menschen, deren Zuhause nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt. Wenn das Wasser steigt, sind nasse Füße noch das geringste Übel: Heftige Stürme, Hier geht es zur Seite der Politikberatung Grundwassersalziges Grundwasser, Überschwemmungen und Epidemien sind die wirklichen großen Probleme.