Wer die Biene jetzt noch retten kann

Die größte Gefahr für die Biene sind weder Pestizide noch Parasiten – sondern die Imker.

14. Juli 2017  7 Minuten

Eine Obstplantage in einer chinesischen Provinz: Männer und Frauen klettern in kleinen, knorrigen Bäumen zwischen rosafarbenen Blüten umher. Behutsam führen sie einen kleinen Pinsel in ein Döschen ein, um daraufhin Blüte für Blüte anzutippen. Immer wieder: Döschen, dann Blüten.

Der Zweck ihrer feenhaft anmutenden Arbeit ist weniger bezaubernd: Sie bestäuben die Apfelblüten, damit diese im Sommer Früchte tragen. Eine wahre Sisyphusarbeit, Der korinthische König Sisyphus war dazu verdammt, einen Felsklotz einen Berg hinaufzurollen. Kurz vor dem Gipfel rollte der Fels immer wieder zurück – ein scheinbar aussichtsloses Unterfangen. die normalerweise jemand anderes übernimmt: die Biene.

Die Szene aus dem Ausschnitt aus »More Than Honey« auf Youtube Dokumentarfilm »More Than Honey« soll zeigen: Das Bienensterben ist in vollem Gange. Die Zustände in einigen chinesischen Provinzen könnten ein Vorgeschmack darauf sein, was kommt. Eine beängstigende Nachricht. Nicht nur weil die Arbeitskraft einer ganzen Gruppe von Menschen nötig ist, um die Leistung eines einzigen Bienenstocks zu ersetzen – sondern weil die Biene einen beachtlichen Teil zum Leben der Menschheit beiträgt:

Titelbild: Rainer Stropek - CC BY

von Felix Austen 

Der Physiker Felix begrüßt den Trend zu Hafermilch und fährt gern Rad. Er weiß aber auch, dass das nicht genügen wird, um die Welt vor der Klimakatastrophe und dem Ökokollaps zu bewahren. Deshalb schreibt er über Menschen, Ideen und Technik, die eine Zukunft ermöglichen. Davon gibt es zum Glück jede Menge!

Themen:  Nachhaltigkeit   Essen   Klima  

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