Mit Tomaten zu mehr Jobs, Gesundheit und Sicherheit

Milliarden Menschen leiden unter Wassermangel, täglich werden es mehr. Doch es gibt einfache Kniffe, mit denen aus wenig Wasser viel Wohlstand wächst – Forscher und Betroffene machen es vor.

22. Juni 2016  9 Minuten

Eine Tomate ist eine runde Sache: Sie schmeckt gut, macht satt, ist gesund und hat eine schöne, rote Farbe. Hat man mehr Tomaten, als man essen kann, verkauft man sie einfach weiter, vielleicht bringt es etwas Kleingeld ein. Und alles, was man braucht, um sie heranzuzüchten, ist ein wenig Boden, Tomatensamen und viel Wasser.

500 Millionen Menschen auf der Welt haben aber kein Wasser. Sie leiden rund ums Jahr unter starkem Wassermangel. Das Ganze ist längst nicht nur ein Problem der sogenannten Dritten Welt: Studie über kurzzeitige Wasserknappheit Über 4 Milliarden Menschen sitzen mindestens einen Monat pro Jahr auf dem Trockenen – mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung. Nicht jeden trifft die Trockenheit gleich hart, manchen genügt es, ihren vertrockneten Klimafolgen-Anpassung für Reiche: Amerikaner färben ihre trockenen Rasen grün Rasen grün anzusprühen. Für die meisten aber ist es ziemlich ernst.

Dann bedeutet Wassermangel nicht nur blasse Vorgärten oder schmutzige Wäsche, sondern Dürre, Ernteausfälle und Hunger. Keine Tomaten! All das ist derzeit erschreckend deutlich im Süden Afrikas zu sehen, wo das Wetterphänomen El Niño El Niño wird durch Temperaturschwankungen im Pazifischen Ozean ausgelöst. Über komplexe Wasser- und Luftströmungen verbreitet es sich in einer Kettenreaktion weiter und beeinflusst so das Wetter auf drei Vierteln der Erde: An vielen Orten zeigt sich El Niño in Form von Überschwemmungen, an anderen kommt es zu Hitze und Dürre. Seinen Namen hat das Kind (spanisch El Niño) von peruanischen Fischern, die das Wetterphänomen lange vor der modernen Wissenschaft beobachteten.

Titelbild: CuveWaters

von Felix Austen 

Dem Physiker Felix geht es ums Klima, um Landwirtschaft, Energie und Umwelt. Was können Wissenschaft, Politik und Gesellschaft tun, damit alle auf der Welt, mit der Welt und von der Welt gut leben können? Genau: Der heilige Gral der Nachhaltigkeit!

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