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Müssen wir uns zwischen Zukunft und Kindern entscheiden?

Klima, Kinder, Knete: Wir können nicht alles haben!

4. August 2017  6 Minuten

Niemand lebt gern auf Pump. Gerade zum deutschen Selbstverständnis gehört es, nicht über die eigenen Verhältnisse zu leben. Doch während im Bundeshaushalt »endlich« wieder die schwarze Null steht, verbraucht der durchschnittliche Deutsche in Wahrheit Jahr für Jahr das 3,2-Fache Würden alle Menschen so leben wie die Bewohner von Deutschland, bräuchten wir tatsächlich 3,2 Erden. Von den untersuchten Ländern führen Australien (5,2 Erden) und die USA (5,0 Erden) die Liste an. Um den aktuellen Verbrauch der in Deutschland lebenden Menschen zu decken, ist die 2,4-fache Fläche der Bundesrepublik nötig. Bei dieser Umrechnung führt Südkorea die Liste an: Es verbraucht die 8,8-fache Fläche des eigenen Landes. seines Budgets. Während bei leeren Staatskassen im Zweifel ein Schuldenschnitt hilft oder ein Rettungsschirm aufgespannt werden kann, »Weißt du, dass kein Geld auf deinem Konto liegt?«, fragt Gastautor Roland Lindenblatt hier gibt es bei diesem Budget kein Verhandeln.

Global gesehen haben wir ein einfaches Zahlenproblem. Um das zu begreifen, sind weder höhere Mathematik noch der Bundesrechnungshof nötig. Das Budget, das wir nicht nur in Deutschland jährlich überreizen, ist die »Biokapazität«. Dahinter verbergen sich 2 Größen:

  1. Die Menge erneuerbarer Ressourcen, die die Erde uns bereitstellt, zum Beispiel Holz, Vieh und Agrarfläche
  2. Die Menge an Abfall, die die Erde verarbeiten kann, vor allem CO2 Aktuell besteht der Großteil (60%) des ökologischen Fußabdrucks der Menschheit aus CO2, also Kohlenstoffdioxid. Der Kohlenstoff-Fußabdruck kann entweder als Fläche angegeben werden, die nötig ist, um die ausgestoßenen CO2-Emissionen aufzunehmen, oder in Tonnen.