Kann Aladin den extremistischen Flaschengeist bändigen?

Wenn nur alles so einfach wäre wie auf der Leinwand: Gut und Böse, Schwarz und Weiß. Warum das unsere Realität total verdreht.

21. August 2017  5 Minuten

Einzuschalten, um abzuschalten, ist und bleibt die An zweiter Stelle des »Freizeit Monitors« steht Radio hören und Telefonieren Lieblingsbeschäftigung der Deutschen in ihrer Freizeit. Draußen vor der Tür ist Peter Dörrie über 5 Irrtümer bezüglich der »Flüchtlingskrise« Krisenstimmung, während Arnie auf dem heimischen Bildschirm ein paar Terroristen kaltmacht. Der Österreicher Arnold Schwarzenegger spielte vor seiner Zeit als politisches Schwergewicht (Gouverneur von Kalifornien in den Jahren 2003–2013) den Helden in vielen Hollywood-Produktionen. In »True Lies – Wahre Lügen« ballert er aus einem Helikopter auf arabische Terroristen. Großes Kino. Das Gute besiegt das Böse – Ende, Glotze aus. Doch wir können nicht einfach so abschalten vom Abschalten. Denn obwohl Film Fiktion ist, beeinflusst er unsere Wahrnehmung auch weiter im Alltag, wo wir glauben, Gut und Böse längst erkannt zu haben.

Von unserer einfachen Sicht auf die Welt profitieren die, die wollen, dass wir die Gesellschaft in starren Grenzen denken. Ein Glück für sie, dass die Filmindustrie das unterstützt hat:

»Stirb, Amerikaner!« – ein Satz,

Titelbild: JD Hancock - CC BY-SA

von Juliane Metzker 

Juliane schlägt den journalistischen Bogen zu Südwestasien und Nordafrika. Sie studierte Islamwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin im Libanon. Durch die Konfrontation mit außereuropäischen Perspektiven ist ihr zurück in Deutschland klar geworden: Zwischen Münster und Beirut liegen gerade einmal 4.000 Kilometer. Das ist weniger Distanz als gedacht.

Themen:  Extremismus   Gesellschaft  

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