Hier entsteht die Technik für die andere Hälfte der Welt

Apple und Samsung haben keine Ahnung, was Handys und Router in Kenia können müssen. Deshalb bauen diese 3 Start-ups ihre Hardware einfach selbst.

28. September 2017  10 Minuten

Die technischen Geräte, mit denen wir uns umgeben, sind Diven: Ständig wollen sie aufgeladen werden, ohne eine gute Internetverbindung sind sie nicht viel mehr als Klumpen aus Glas und Plastik und ein mäßig hoher Fall auf den Gehweg endet meist in einer teuren Reparatur. Für uns sind diese Kompromisse hinnehmbar, denn Steckdosen sind fast allgegenwärtig und im Zweifel haben wir das Kleingeld, um ein neues Gerät zu kaufen. Aber für einen großen Teil der Weltbevölkerung ist die Technik von heute völlig ungeeignet. Nicht etwa, weil die Bevölkerung des Kongos ein grundsätzliches Problem mit der Ästhetik des iPhones hätte. Sondern weil sowohl die Funktionen und das Geschäftsmodell moderner Hardware Während die Hardware die physischen Geräte beschreibt, die wir in die Hand nehmen und bedienen, bezeichnet Software die Computerprogramme und Applikationen, die auf diesen Geräten laufen. der Lebensrealität von mehr als 1/3 der Weltbevölkerung nicht gerecht wird.

Nischenmärkte mit 3 Milliarden Kunden

Moderne Technologien stehen in Afrika, Asien, Südamerika und dem Nahen Osten vor Herausforderungen, die einer Belastungsprobe gleichkommen.

Titelbild: BRCK - copyright

von Peter Dörrie 

Es kann arrogant wirken, als Wohlstandskind die Frage zu stellen, warum es auf der Welt immer noch Krieg und Armut gibt. Zu einfach entsteht der Eindruck, man habe selbst alle Antworten parat. Als Entwicklungs-, Friedens- und Konfliktforscher findet Peter die Frage dennoch wichtig. Denn er geht immer davon aus, dass es mehr als eine Wahrheit gibt und die eigene am wenigsten zählt. Sein besonderes Interesse gilt Afrika. In 12 Ländern des Kontinents hat er bereits recherchiert.

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