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So drehen wir Kriegsherren den Geldhahn ab

Kriege sind teuer, aber Geldquellen gibt es viele. Das können wir dagegen tun.

16. Oktober 2017  8 Minuten

Um einen Krieg zu führen, braucht man ein paar Dinge. Kämpfer zum Beispiel, die bereit sind, für einen zu sterben und zu morden. Hier schreibe ich über Möglichkeiten, den internationalen Waffenhandel zu regulieren Und Waffen natürlich. Beides gibt es nicht geschenkt und für beides braucht man jede Menge Geld.

Wenn die USA im Irak einmarschieren oder Deutschland Soldaten nach Mali schickt, dann kommt das Geld dafür meist aus dem Steuersäckel oder die Regierung nimmt einen Kredit auf. Für Rebellengruppen und manch ein Regime Grundsätzlich kann ein Regime jede Sammlung von verbindlichen Normen und Regeln sein, zum Beispiel ein internationaler Vertrag zum Klimaschutz. In den meisten Fällen wird der Begriff als Synonym für »Regierung« verwendet, vor allem, wenn es sich um eine autoritäre oder diktatorische Staatsführung handelt. in Entwicklungsländern ist das natürlich nicht so einfach. Die meisten Kriege der Menschheit sind vermutlich durch Kredite finanziert worden. Großbritannien zahlte etwa erst 2015 die letzten Schulden aus den Napoleonischen Kriegen von 1803 zurück. Auch die Kriegsausgaben der USA sind momentan komplett kreditfinanziert. Rebellengruppen und die Regierungen gescheiterter Staaten haben zu diesem Finanzierungsinstrument allerdings in der Regel keinen Zugang, denn kaum ein Kreditor wird auf eine Rückzahlung hoffen können. Doch zum Leidwesen der Opfer gibt es viele Wege, Gewalt zu finanzieren.