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Warum wir diesem Lächeln alles glauben wollen

Charismatikern gehört die Welt. Was uns in ihren Bann zieht und wie wir uns davor schützen.

10. Oktober 2017 –  9 Minuten

Als am 18. November 1978 die Mitglieder der Sekte »Peoples Temple« Diese 1955 in Indianapolis gegründete religiöse Gruppe wird auch Volkstempel genannt. Innerhalb von nur 5 Jahren wurden aus ursprünglich 81 Mitgliedern mehrere Tausende. am Hauptpavillon inmitten des tropischen Dorfes zusammenkommen, steht ihr Anführer, Jim Jones, mittendrin. Mit fester Stimme überzeugt der US-Amerikaner seine Anhänger davon, dass das US-Militär kommen und sie alle umbringen wird: Ausschlaggebend dafür war der Besuch des Kongressabgeordneten Leo Ryan, der sich nach Berichten von in Jonestown festgehaltenen Menschen ein Bild vor Ort machen wollte. Nachdem er von Sektenmitgliedern erst verletzt und später zusammen mit 4 weiteren Menschen erschossen wurde, ließ Jim Jones seine Anhänger glauben, das Militär würde deshalb kommen und alle töten. »Wenn wir nicht in Frieden leben können, lasst uns wenigstens in Frieden sterben.« Die Menge applaudiert. Daraufhin trinken erst die Kinder die Zyankali-Saft-Mischung, dann die Erwachsenen. Ob Jim Jones sich auch selbst umgebracht hat, konnte nicht abschließend geklärt werden. Man fand ihn mit einer Schusswunde am Kopf vor. Über 900 Menschen Die genaue Anzahl der Opfer an diesem Tag variiert je nach Quelle zwischen 909 und 918. sterben an diesem Tag.

Rund 20 Jahre zuvor hatte Diese Dokumentation fasst die Geschichte der Sekte zusammenJim Jones seinen Einfluss noch für die gute Sache genutzt: Er träumte von einer Welt, in der alle gleich sind. Menschen verschiedener Hautfarben und Altersklassen jubelten ihm in seinen Gottesdiensten zu. Jones kaufte Land in Kalifornien und Guyana, auf dem er Siedlungen errichtete, in denen sich die Mitglieder seiner Gemeinde Haus und Hof teilten und sich gemeinsam um die älteren Menschen kümmerten.