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So macht Technologie die Liebe kaputt (und das kannst du tun)

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Dirk Walbrühl

So macht Technologie die Liebe kaputt (und das kannst du tun)

20. November 2017

Diese 3 digitalen Liebestöter kennst du auch. Und so funkt es wieder!

Ihr geht gemeinsam zur Arbeit, esst zusammen und geht sogar gemeinsam ins Bad. Ständig steht ihr in Kontakt, Der Global Mobile Consumer Survey von Deloitte bestätigt, dass 40% der Teilnehmer innerhalb von 5 Minuten nach dem Aufwachen das Smartphone checken (englisch, 2017) direkt nach dem Aufstehen und kurz vor dem Schlafen. Ihr kennt euch in- und auswendig, und du hast wahrscheinlich Die Angst, ohne Smartphone zu sein (Nomophobie) bei Psychology Today (englisch, 2014) Angst davor, für immer Lebewohl sagen zu müssen – deinem Smartphone.

Es antwortet dir regelmäßig. Wenn die Batterie leer ist, wenn eine neue Nachricht eingeht, wenn eine Push-Benachrichtigung Kleine, interaktive Elemente, die auf dem Bildschirm erscheinen, meist das Gerät vibrieren lassen und anzeigen, dass neue Informationen verfügbar sind. Häufig müssen sie geschlossen werden, um normal mit dem Smartphone weiterzuarbeiten. dich auf dem Laufenden hält. Es verlangt deine wichtigste Ressource von dir: Han Langeslag erklärt, wie Unternehmen à la Google und Facebook mittlerweile um deine Aufmerksamkeit kämpfen Aufmerksamkeit. Wer kann da schon wegschauen.

Im Durchschnitt schauen wir unserem digitalen Begleiter Die laufende Menthal-Studie der Universität Bonn im Buch des Studienleiters Alexander Markowetz (2015, Paywall) 53 Mal am Tag aufs Display.

Wie oft hast du heute deinem Partner in die Augen geschaut?

Wenn deine Antwort »nicht so häufig« lautet, bist du nicht allein. Manche Paare kommen damit klar. Bei anderen fliegen im Streit um die Technik die Fetzen. In einer Studie der Pennsylvania State University zur Störung von Beziehungen durch Technologie (englisch, 2014) Studie der Illinois State University fühlen sich 74% der Teilnehmerinnen durch Technologie in der Beziehung gestört. Aufgeschlüsselt nach Endgeräten:

74% fühlten sich durch Laptops oder Computer gestört

70% fühlten sich durch Smartphones gestört

32% fühlten sich durch Tablets gestört

»Das muss nicht sein!«, sagen 4 Paartherapeuten.

3 digitale Liebestöter

Um etwas gegen die modernen »Beziehungskiller« zu tun, müssen wir erst einmal analysieren, wo und wie tief das Problem wirklich sitzt.

Dafür habe ich mir 4-fache Verstärkung geholt:

Sandra Meyer zu Broxten ist Psychologin in Bremen und Osnabrück. Sie findet: »Störungen durch Technologie sind heute allgegenwärtig.« – Quelle: Sandra Meyer zu Broxton copyright

Johannes Röttgen ist ein Münsteraner Paartherapeut. Er sagt: »Über ein Smartphone befriedigen wir scheinbar einige unserer Grundbedürfnisse.« – Quelle: Johannes Röttgen copyright

Dorle Weyers ist Paartherapeutin in Münster und Bonn. Sie rät: »Smartphones werden aus ganz unterschiedlichen Gründen genutzt. Paare müssen auch deshalb ihre eigenen Lösungen finden.« – Quelle: Dorle Weyers copyright

David Wilchfort ist Münchener Arzt und Paartherapeut sowie Perspective-Daily-Mitglied. Seine Perspektive: »Das Smartphone ist nur ein Symptom.« – Quelle: David Wilchfort copyright

In einer Sache sind sich alle einig: Nicht nur Ehepartner oder Lebensgefährten sind betroffen – auch das Familienleben oder gute Freundschaften Eine intensive Freundschaft unterscheidet sich kaum von einer Partnerschaft. Beide teilen Erlebnisse, vertrauen einander Geheimnisse an und verbringen wertvolle Zeit miteinander. Auch deshalb fallen unter das Wort »Beziehung« ebenso Eltern-Kind-Beziehungen, Liebesbeziehungen oder Freundschaften. Freundschaft, Vertrautheit und Liebe haben dabei große Überschneidungen und sind alles andere als trennscharf. können durch Technologie gestört werden. Während die Technologie in den vergangenen 10 Jahren große Sprünge gemacht hat, beginnen wir erst langsam zu verstehen, wie negativ sie sich auf unsere Beziehungen auswirken kann. Hier findest du die Studie zum Einfluss von Smartphones auf Zufriedenheit und Depressions-Symptome (englisch, 2017, Paywall) Eine chinesische Studie aus dem Jahr 2017 etwa zeigt, dass der ständige Umgang mit dem Smartphone die Zufriedenheit in Beziehungen senkt und sogar Depressions-Symptome begünstigen kann.

Dass allein wegen dem Smartphone jemand zu mir kommt, das habe ich eher selten. Allerdings kenne ich das Problem gut aus dem Bekanntenkreis. Ich habe den Eindruck, das ist heute allgegenwärtig. – Sandra Meyer zu Broxten, Psychologin

Die Ablenkung durch Technologie wird immer mehr und vielfältiger. Smartphones sind Ablenkung ›to go‹. – Dorle Weyers, Paartherapeutin

Beim Zank um die Geräte kann man zwischen 3 Mechanismen unterscheiden:

  • Immer auf Standby: Smartphones sind ständige Begleiter. Deshalb glauben manche Menschen, immer und überall erreichbar sein zu müssen – vom Chef, der Familie und guten Freunden. Doch allein das Wissen um diese Erreichbarkeit und die Diese Studie zeigt, dass allein die Gegenwart eines Smartphones ausreicht, um ein Störfaktor zu sein (englisch, 2012) Anwesenheit des Smartphones kann Stress erzeugen und zweisame Zeit stören.

    Signal an den Partner: »Was wir tun, kann jederzeit unterbrochen werden. Und das ist okay für mich.«

  • Bystanding: Moderne Unterhaltungs-Technologie ist verführerisch – und aufs Teilen ausgelegt. Das hat auch finanzielle Gründe. Wird ein Inhalt von den Nutzern geteilt, spart sich der Hersteller das Marketing. Denn die Nutzer sorgen selbst für die Verbreitung und Reichweite. Auch bei digitalen Spielen gehört das zum Konzept: Eine Ausrichtung auf Multiplayer soll ganz von selbst die Spielerbasis erhöhen, da Freunde freiwillig Freunde werben. Doch selbst wer meint, gemeinsam Begeisterung oder Abhängigkeit? In diesem Text erkläre ich das Phänomen der grassierenden »Internetabhängigkeit« Online-Games zu spielen oder zusammen Netflix zu schauen, tut dies am Ende eigentlich doch allein. Denn in der Begeisterung für die digitale Welt wird der Andere schnell zur Nebensache. Dazu kommt, dass die sogenannten Neuen Medien Der Begriff »Neue Medien« wird für neue Medientechniken verwendet. Ursprünglich war damit der Hörfunk gemeint, dann das Fernsehen und der Videotext. Etwa seit der Jahrtausendwende fasst man unter dem Begriff alle elektronisch-digitalen und interaktiven Medien zusammen, also digitale Spiele, Multimedia und das Internet. wahre »Zeitfresser« sind, die wertvolle Beziehungszeit zu zweit verkürzen.

    Signal an den Partner: »Das ist mir gerade wichtiger. Und du bist nur dabei.«

  • Phubbing: Das Kunstwort »Phubbing« wurde 2013 für eine australische Marketingkampagne erfunden. Es besteht aus den Worten »Phone« (Telefon) und »to snub« (brüskieren). Mittlerweile wird es auch in der Wissenschaft als Bezeichnung für störendes Verhalten mit dem Smartphone verwendet – genauer für das Ignorieren von Menschen in Gesprächen zugunsten des Displays. Soziale Medien lenken ab – Der frühere Facebook-Präsident gibt zu, das soziale Netzwerk nutze eine Schwäche in der menschlichen Psyche aus (englisch, 2017) genau dafür wurden sie gemacht. Immer mehr Menschen tippen auf dem Smartphone, während der Partner gegenübersitzt, gerade etwas erzählt oder vielleicht in den Arm genommen werden möchte. Nur noch einmal kurz Facebook, Twitter oder WhatsApp checken? Dieses Multitasking ist nicht nur unhöflich, Diese beiden experimentellen Studien der Tilburg University untersuchen den schädlichen Einfluss von Phubbing auf soziale Interaktionen (englisch, 2016, Paywall) es senkt auch nachweislich die Qualität des Austausches mit dem Gegenüber.

    Signal an den Partner: »Ich bin nicht ganz für dich da«

Das Ganze ist ein Teufelskreis, denn wenn sich das Gegenüber Diese Studie der Baylor University zeigt, wie Phubbing psychologisch auf den Partner wirkt (englisch, 2017) vernachlässigt und ausgeschlossen fühlt, greift es selbst zum Smartphone. Warum aber nehmen Smartphone-Nutzer überhaupt ständig das Smartphone in die Hand, auch wenn sie wissen, dass es den Partner stört?

Moderne Technik befriedigt Bedürfnisse nach Spiel und Belohnung – und das sofort. Besonders verlockend dabei: Instant Gratification – sofortige Belohnung. Denn genau darauf sind Apps wie Facebook oder Handygames ausgelegt. Jedes Like und jeder Klick gibt ein positives Feedback. Und das jederzeit und ganz ohne sich auf jemand anderen einzulassen. Das ist quasi ein Rückfall in kindliche Zustände, wo ich keinen Aufschub mehr aushalten muss. – Johannes Röttgen, Paartherapeut Nicht immer ist uns klar, dass dieses Verhalten negative Auswirkungen hat. Wir merken das schon gar nicht mehr – wir sind da irgendwie reingewachsen. – Sandra Meyer zu Broxten, Psychologin

Auch wenn Maren Urner erklärt, was schlechte Gewohnheiten mit uns machen und wie wir sie endlich brechen der gewohnte Griff zum Gerät nicht unbedingt böse gemeint ist, kann er die Beziehung doch stark belasten. In ständiger Wiederholung kann er zur sprichwörtlichen »Zahnpastatube« Werden Zahnpastatuben ausgedrückt oder gerollt? Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen – auch in Beziehungen, die sich eine Tube teilen müssen. werden, die ein Paar zur Weißglut treibt.

Der große Krach ist dann nicht mehr weit; vor allem, wenn am Ende der digitalen Leitung noch jemand anderes wartet.

Illustration: Janina Kämper

Sag mal, mit wem schreibst du da?

Jeder Smartphone-Nutzer weiß: Wer auf einen Bildschirm starrt und darauf tippt oder wischt, kann vieles tun – zum Beispiel kommunizieren. Lautlos und ganz ohne dass der Partner es mitbekommt. Noch schnell heimlich die Arbeits-E-Mail beantworten, damit der Kopf frei für das gemeinsame Abendessen ist? Warum nicht. Mit einer Freundin heimlich Probleme wälzen, während der Partner im Bett ein Buch liest (oder am Laptop tippt)? Na klar.

»Facebook nutzt eine Schwäche in der menschlichen Psychologie aus.« – Sean Parker, früherer Facebook-Präsident

In sozialen Medien und über Messenger-Programme kommunizieren wir dabei nicht nur mit einer Person, sondern mit vielen gleichzeitig – rund um die Uhr. So droht der eigene Partner in einem Stimmengewirr zu verschwinden – von dem er die Hälfte gar nicht mitbekommt. Dabei werden leicht Misstrauen und Eifersucht Eifersucht ist nichts Ungewöhnliches und nicht gleich pathologisch krankhaft in einer Beziehung – auch wenn das Wort »Sucht« darin steckt. Eine »normale Beziehung« gibt es sowieso nicht – es gibt nur das, worauf sich beide Partner einigen. Wer den anderen wegen dessen Eifersucht für »krank« erklärt, kränkt ihn damit extrem und lenkt gut von anderen Problemen und sich selbst ab. Die Diagnose einer pathologischen Eifersucht ist eher selten. geweckt. Denn es muss nicht immer ein Freund oder Arbeitskollege sein.

Stell dir etwa ein Paar in der Straßenbahn vor. Sie sitzen sich gegenüber und tippen beide auf ihren Smartphones. Er denkt, sie chattet gerade mit der Chefin. Doch tatsächlich flirtet sie mit einem Unbekannten per Facebook-Messenger. Er schaut nicht das Lehrvideo auf YouTube an, sondern fremde Frauen auf Tinder.

Mit Smartphones sind diese heimlichen Momente kein Problem. Denn die digitale Welt verbindet Ablenkung mit Unterhaltung und der typischen Unverbindlichkeit im Netz. Nicht umsonst sind In diesem Text gehe ich der Frage nach, ob sich Dating durch Apps und Internet grundlegend verändert hat Flirts und Dating heute online so einfach wie nie zuvor. Da ist viel Vertrauen gefragt. Doch das bringt nicht jeder auf.

Besonders Menschen, die von Eifersucht geplagt werden, werden von Smartphones regelrecht getriggert. – Johannes Röttgen, Paartherapeut

Ist der Initialverdacht einmal da, liefert die moderne Technik auch gleich verlockende Möglichkeiten, die eigene Eifersucht zu stillen.

Habe ich Zugriff auf deinen Facebook-Account? Darf ich sehen, mit wem du online befreundet bist? Bis dahin, dass sich Partner gegenseitig als ›Liebesbeweis‹ die Ortungssysteme freischalten. Das kann richtig pathologisch werden. – Johannes Röttgen, Paartherapeut

Das Smartphone wird dabei zum Symbol des Misstrauens in der Beziehung. Kontrolldruck ist die Folge. Auch wenn diese Extremfälle selten sind, fehlt es vielen Paaren an einer Kultur im Umgang mit den technischen Geräten, die ständig unsere Aufmerksamkeit wollen. Das bestätigen die 4 Paartherapeuten und zeigen auch, wie wir eine solche Kultur lernen können.

3 Methoden gegen Technik-Zoff im Alltag

Es dreht sich viel um die Fragen: Wie verbringen wir die gemeinsame Zeit? […] Und wie können wir besser verstehen, welche Bedürfnisse der Partner hat? – Dorle Weyers, Paartherapeutin

Damit nicht tatsächlich irgendwann der Satz »Du liebst dein Smartphone doch mehr als mich!« fällt, sind nicht mehr als ein paar deutliche Absprachen nötig:

  • Probleme ansprechen: Ach, wenn es doch so einfach wäre … – aber wie so oft gilt auch hier: Nur wer drüber spricht, kann ein Problem lösen. Woher soll der Partner wissen, dass du ein Problem mit seinem Smartphone hast, wenn du es nicht sagst? Das Ansprechen ist der erste Schritt, um an etwas zu arbeiten. Wichtig dabei: Vorwürfe helfen nicht weiter, weil sie meist in Sackgassen aus Anschuldigungen und Verteidigung führen. Stattdessen kannst du die eigenen Bedürfnisse konkret formulieren.

    »Ich wünsche mir, dass du das Gerät häufiger ausschaltest und dich um mich kümmerst.«

  • Regeln für Technologie: Jede Beziehung funktioniert über Regeln. Oft sind diese unausgesprochen. Aber warum nicht verbindliche Regeln für die Nutzung von Technologie vereinbaren? Zum Beispiel könnte dein Schlafzimmer zur technikfreien Zone werden. Maximal 30 Minuten Facebook pro Abend, nur während der Nachrichten? Oder das Smartphone beim Abendessen auf lautlos schalten? Der Chefin einen besonderen Klingelton geben und nur bei diesem drangehen? Möglich ist, was guttut.

    »Lass uns das kommende Wochenende technikfrei machen! Das würde mir gefallen.«

  • Offline-Momente planen: Vieles in Beziehungen entwickelt sich ohne bewusste Steuerung. Aber es ist keine Schande, einige Stellschrauben neu zu justieren. Gegen das Gefühl der Vernachlässigung in einer Welt voller Bildschirme hilft eine einfache Methode: Plant Situationen ein, bei denen die Technik außen vor bleibt und du und dein Partner euch ganz aufeinander konzentrieren könnt.

    »Wir könnten jeden Abend 15 Minuten vor dem Schlafengehen über unseren Tag reden. Ganz ohne Kalender und E-Mails.«

Was konkret funktioniert, ist von Paar zu Paar verschieden. Man kann auch gemeinsam einen Film schauen und sehr beieinander sein. Auch da kann man viel miteinander teilen. – Dorle Weyers, Paartherapeutin

Und was, wenn auch das nicht hilft? Dann ist das Problem mit der Technik vielleicht nur etwas, über das sich gut und leicht streiten lässt – die Ursache für den Frust aber vielleicht eine ganz andere.

Illustration: Janina Kämper

Es geht nicht um Technik, sondern um Wertschätzung

Es gibt Paare, die sitzen am Tisch, und er zieht das Handy heraus und sie lächelt verliebt. Und es gibt Paare, wo er aufs Handy schaut – und sie geht und kommt nicht mehr zurück. – David Wilchfort, Arzt und Paartherapeut

Natürlich stellen Smartphones und Co. neue Herausforderungen für Beziehungen dar und Paare müssen sich heute umso mehr bemühen, sich nicht voneinander ablenken zu lassen. Doch die 4 Paartherapeuten warnen auch davor, die Technologie als Sündenbock zu nehmen.

Wer sich mehr mit dem Smartphone beschäftigt, zeigt damit auch an, dass die Beziehung in den Hintergrund tritt. – Dorle Weyers, Paartherapeutin

Das Smartphone wird vor allem dann zum Störfaktor, wenn zwischen einem Paar Sprachlosigkeit herrscht. – Sandra Meyer zu Broxten, Psychologin

Fallen tatsächlich Sätze wie »Du liebst dein Smartphone mehr als mich!«, ist es in der Regel mit ein paar Methoden zum besseren Umgang mit Technik nicht getan. Dann sind die Geräte nur Symptome für ein tiefer liegendes Problem und einem Mangel an dem, was eine Beziehung wirklich ausmacht: die emotionale Basis. Den anderen wertschätzen, ihm zuhören, ihn wichtig nehmen und sich um sein Wohl sorgen – kurzum die Liebe.

Wer frisch verliebt ist, wird auch weniger auf das Handy schauen. Das merkt auch der Partner. – Dorle Weyers, Paartherapeutin

Ein Rezept für eine glückliche Beziehung in schnelllebigen, digitalen Zeiten lautet deshalb: regelmäßige positive Bestärkung.

Liebe entsteht ganz von alleine – aber wer sie erhalten möchte, muss sie pflegen. – Das 1x1 der Liebe von David Wilchfort, Arzt und Paartherapeut

Um Paare im digitalen Zeitalter einander wieder näher zu bringen, hat Paartherapeut David Wilchfort das Projekt David Wilchforts Website »Das 1x1 der Liebe« »Das 1x1 der Liebe« ins Leben gerufen. David Wilchfort erklärt das Konzept der Liebespflege bei Evidero (2013) Er unterstützt die Teilnehmer online bei der »Liebespflege« und hat Erfolg. In den vergangenen 3 Jahren meldeten sich Hunderte Menschen auf seiner Website an und berichteten täglich von einem positiven Beziehungserlebnis. Das Ergebnis überraschte sogar den Psychologen: Über 90% der Teilnehmer sagten, dass das Projekt die Zeit wert war. 60% gaben sogar an, der Partner habe sich positiv entwickelt – »obwohl die gar nicht mitmachen mussten oder davon wussten.«

Die Dynamik hinter David Wilchforts Lösung ist bestechend einfach: Wer die positiven Seiten einer Beziehung bestärkt, tritt seinem Partner auch mit mehr Zuneigung gegenüber und erhält dann auch mehr Zuneigung zurück – und dann verschwindet das Smartphone von ganz allein und lautlos in der Tasche.

Versuch zu verstehen, ob der andere sich wertgeschätzt fühlt. Nicht für den anderen, sondern für dein eigenes Wohl. Denn am Ende ist es immer noch angenehmer, mit dem Partner ins Bett zu gehen als mit Facebook. – David Wilchfort, Psychologe

Mit Illustrationen von Janina Kämper für Perspective Daily

 

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