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Warum wir (fast) keine Angst vor dem Kohleausstieg haben müssen

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Felix Austen

Warum wir (fast) keine Angst vor dem Kohleausstieg haben müssen

1. Dezember 2017

Beim Thema Kohle gibt es viel Unwissenheit. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Es gibt keinen Grund, sich zu fürchten.

Kannst du dich noch an den letzten Stromausfall bei dir zu Hause erinnern? Bei mir muss es der Sturm Lothar gewesen sein, der zu Weihnachten 1999 in Süddeutschland die Lichter ausknipste. Insgesamt kann ich die Vorkommnisse an einer Hand abzählen.

Stromausfälle sind hierzulande etwas Besonderes, weil Seltenes: Knapp Versorgungsstatistik der Bundesnetzagentur (2017) 13 Minuten mussten wir Deutschen 2016 im Schnitt auf Fernsehen, Wasserkocher und Licht verzichten. Die stromfreien Minuten werden seit Jahren weniger und sind bereits Statistiken zum Strommarkt in der EU, (S. 36, englisch, 2016) so niedrig wie fast nirgends sonst auf der Welt.

Trotzdem schleicht das »Schreckgespenst Stromausfall« durch die Köpfe der Menschen – und macht auch vor denen nicht halt, die es besser wissen sollten:

Wir haben jetzt schon Probleme mit der Versorgungssicherheit. Bei manchen Unternehmen flackert In Deutschland flackert das Licht nie, weil Spannung und Frequenz immer konstant sind. Wenn der Strom in Deutschland ausfällt, dann ganz – oder eben meistens gar nicht. das Stromnetz und gefährdet damit die Produktion, weil der Strommix aus den Erneuerbaren in Stoßzeiten nicht ausreicht. Wenn wir die Kohle jetzt parallel zur Kernenergie aus dem Stromnetz rausnehmen, müssen wir mit flächendeckenden Blackouts rechnen. – Nicola Beer, FDP-Generalsekretärin

Diesen Satz hat Nicola Beer im Interview mit der Huffington Post gesagt (2017) Das ist offensichtlich Unfug und entbehrt jeglicher Grundlage. Aber Nicola Beer ist nicht die Einzige, der vor lauter Fakten ein wenig der Kopf zu brummen scheint und die unbegründete Ängste hat. Auch Vertreter anderer Parteien wissen nicht immer, welchen Zahlen sie glauben sollen – das zeigt Die Ergebnisse der Sondierungsgespräche (2017) ein Papier, das die Ergebnisse der gescheiterten Sondierungsgespräche zusammenfasst:

Darin scheinen David Ehl hat Kanzleramts-Chef Peter Altmaier (CDU) interviewt CDU, CSU und David Ehl hat einen Kandidaten der FDP vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen begleitet FDP auf der einen und Zusammen mit David Ehl habe ich mit dem Grünen Anton Hofreiter über die Ernährungswende gesprochen den Grünen auf der anderen Seite unterschiedliche Fakten darüber vorzuliegen, wie groß denn nun die Lücke ist, mit der Deutschland seine Klimaschutzziele für das Jahr 2020 verpassen wird.

Zugegeben, es ist auch nicht immer ganz leicht mit den ganzen Zahlen …

Wenn wir sie vernünftig anschauen, wird aber schnell klar, warum die einen den schnellen Kohleausstieg fordern – und warum sich (fast) niemand vor einem Kohleausstieg fürchten muss. Denn: Die 4 häufigsten Ängste sind unbegründet.

Deshalb gibt es hier für euch, liebe Politiker, eine solide Entscheidungsgrundlage: eine handliche Übersicht zur Frage »Was bedeutet der Kohleausstieg für Deutschland?«.

Um Verwirrung zu vermeiden: Eines der gängigsten Szenarien für den Kohleausstieg bedeutet, die 20 ältesten großen Kraftwerke in Deutschland bis 2020 abzuschalten. Das war auch die Forderung, mit der die Grünen in den Wahlkampf und die Sondierungsgespräche gegangen sind. Der Rest der aktuell gut 160 Kraftwerke würde dann nach und nach bis 2030 abgeschaltet. Von diesem Szenario geht auch dieser Artikel aus.

Warum so viele den Kohleausstieg wollen

Bevor wir die Ängste beiseite räumen, wäre da noch die Frage: Warum haben sich alle so auf die Kohle eingeschossen? Die Antwort geben 2 einfache Grafiken:

45% des deutschen Stroms kommt aus Kohle (2015)

Anteil der deutschen Stromproduktion nach Quelle in Prozent

Quelle: Fraunhofer Energy Charts

Braun- und Steinkohle sind also für 45% der gesamten Strommenge verantwortlich, die 2015 in Deutschland erzeugt wurde. Die zweite Grafik zeigt, warum das problematisch ist:

80% der CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung kommen aus der Kohle

CO2-Emissionen im Stromsektor nach Energiequelle in

Quelle: Fraunhofer Energy Charts

Um diese 45% des Stromes zu liefern, verursacht Kohle 80% der CO2-Emissionen aus der Stromproduktion. Kohle ist also mit Abstand die schmutzigste Energiequelle. Auch das Gerücht, die deutschen Kraftwerke seien die saubersten, stimmt höchstens teilweise: Denn Deutschland betreibt aus historischen Gründen Braunkohle ist der einzige Rohstoff, der vor allem in Ostdeutschland (aber eben auch im Rheinland südlich von Köln) in riesigen Mengen vorkommt und deshalb in der DDR die Hauptenergiequelle war. Weil die Kohleindustrie in diesen Gebieten der entscheidende Wirtschaftsfaktor ist, wurde sie auch nach der Wende unterstützt, um Arbeitsplätze zu sichern. mit Abstand die meisten Braunkohle-Kraftwerke weltweit – die absoluten Ober-Dreckschleudern. 4 der 5 dreckigsten Kraftwerke Europas stehen in Deutschland.

Wenn du jetzt wissen willst, was es mit den unterschiedlichen Zahlen in den Sondierungsgesprächen auf sich hat, klicke hier.

Die Schätzung von CDU/CSU und FDP stammt aus dem Jahr 2016, als die Bundesregierung noch davon ausging, statt der angepeilten 40% Treibhausgasreduktion noch immerhin gut 37% Reduktion erreichen zu können.

Doch im Oktober dieses Jahres Die Süddeutsche berichtete über ein Papier aus dem Wirtschaftsministerium (2017) aktualisierte die Regierung diese Werte selbst und merkte: Das wird nichts mehr. Weil die Bevölkerung und die Wirtschaft stärker wachsen als erwartet, werden es wohl eher nur 32% weniger als 1990 werden. Die Lücke von 8% entspricht den Zahlen, für die die Grünen eintreten.

Das Klimaschutzziel für 2020 wird also, wenn nichts weiter passiert, um rund 100 Millionen Tonnen CO2 verpasst. Würden wir die ältesten Kohlekraftwerke möglichst schnell abschalten, würde das immerhin die Hälfte, Analyse der Agora Energiewende, die die Kapazitäten nach einem Kohleausstieg untersucht (2017) also satte 50 Millionen Tonnen CO2, bis 2020 einsparen. Eine leichtere politische Maßnahme, um das zu erreichen, gibt es nicht.

Die schlechte CO2-Bilanz ist zwar der Hauptgrund dafür, dass viele den Kohleausstieg fordern – aber nicht der einzige: Kohleabgase bringen außerdem Gifte wie Blei in die Luft; Ruß und Feinstaub verursachen auch in Deutschland Studie von Greenpeace über gesundheitliche Folgen von Kohlekraftwerken im Jahr 2010 (2013) jedes Jahr hunderte Tote durch Atemwegserkrankungen. Wie Wälder aussehen, die der Schaufelradbagger vertilgt hat, zeigen das Rheinland und die Lausitz.

Braunkohletagebau Garzweiler im Rheinland – Quelle: flickr / Johan Wieland

Das ist also der Stand und der bringt uns zu den 4 Ängsten, die an die Frage nach einem deutschen Kohleausstieg gekoppelt sind.

Angst Nummer 1: »Dann gehen die Lichter aus!«

Der 28.11.2017 war ein ungewöhnlicher Tag: Für eine gute Stunde, zwischen 10:30 Uhr und 11:45 Uhr, verbrauchten die Menschen in Deutschland mehr als 70 Gigawatt Watt ist eine Einheit für Energie pro Zeit, also Leistung. Sie gibt an, wie viel Strom ein Gerät im Moment verbraucht. Wie viel Energie die Glühbirne am Ende des Tages verbraucht hat, hängt davon ab, ob sie 14 Stunden oder nur 2 Stunden brannte. Das können wir in Wattstunden angeben – einer Einheit für Energie. Eine LED-Leuchte verbraucht zum Beispiel 10 Watt. Wenn sie 5 Stunden angeschaltet war, hat sie 50 Wattstunden verbraucht. Strom. Das ist eine Marke, die seit Jahren nicht geknackt wurde – und auch in Zukunft die absolute Ausnahme bleiben dürfte. Diese Leistung zu bringen, ist an einem windigen Tag wie letztem Dienstag kein Problem, auch dank der Windkraft. Aber was, wenn wir an einem kalten, windstillen Tag im Januar entscheiden, wieder so viele oder noch mehr Geräte Damit sind auch industrielle Prozesse und Maschinen gemeint, die knapp die Hälfte des Stroms in Deutschland verbrauchen. laufen zu lassen? Dann, wenn kaum Wind weht und die Sonne nicht scheint?

Tatsächlich ist auch das kein Problem: Aktuell sind in Deutschland »grundlastfähige« Dazu zählt man alle Kraftwerke, die unabhängig vom Wetter und anderen flexiblen Faktoren jederzeit liefern – also alle Quellen außer Wind und Sonne. Kraftwerke mit einer Leistung von rund 104 Gigawatt installiert. Zieht man die Atomkraftwerke (11 Gigawatt) ab, die bis 2022 vom Netz gehen, und die 20 Kohlekraftwerke (8 Gigawatt), die bis 2020 stillgelegt würden, blieben 85 Gigawatt Grundlast. Mehr als genug; auch im Extremfall bliebe genügend Reserve.

Auch mit Kohleausstieg bleiben in Deutschland genügend Kraftwerke

Installierte Netto-Leistung zur Stromerzeugung in Deutschland

Quelle: Fraunhofer Energy Charts
Das zeigt auch: Deutschland hat große Überkapazitäten. Das wiederum zieht 3 Konsequenzen nach sich (von denen 2 nicht besonders erfreulich sind).
  • Export: Deutschland verkauft große Mengen Strom ins Ausland; in den letzten 5 Jahren haben sich die Exporte verzehnfacht.
  • CO2-Emissionen: Obwohl der Anteil der Erneuerbaren Energien stetig steigt, fallen die Emissionen im Stromsektor nicht. Der Grund: Viele verhältnismäßig umweltfreundliche Gaskraftwerke stehen still, weil sie teuer im Betrieb sind. Stattdessen lässt man lieber die Kraftwerke laufen, die billig sind – Kohlekraftwerke.
  • Netzstabilität: Tatsächlich machen die vielen Kohlekraftwerke die Netze Bericht aus dem Spiegel über die netzstabilisierende Wirkung eines Kohleausstiegs (2017) sogar weniger stabil – das sagen zumindest das deutsche Wirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur. Denn an Tagen, an denen Wind- und Sonnenstrom ins Netz fließen, sind die Netze tendenziell überlastet. Weil Kohlekraftwerke wenig flexibel sind, müssen sie weiterlaufen und »verstopfen« so die Netze.

Deutschland exportiert immer mehr Strom

Deutsche Stromexport-Überschüsse in Terawattstunden

Quelle: Agora Energiewende

Fazit: Dass in Deutschland die Fließbänder stillstehen oder wir zu Hause alle einen Notstromgenerator brauchen, muss also auch ohne die 20 ältesten Kohlekraftwerke niemand fürchten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sogar lieber ein paar Kohlekraftwerke abschalten.

Angst Nummer 2: »Das kostet uns hunderttausende Jobs!«

In der Kohlebranche haben einmal hunderttausende Menschen gearbeitet – das ist aber lange her. Die Zahl der Braunkohlearbeiter fiel vor allem nach der Wende rasant. Die »Blumenerde«, wie die minderwertige Braunkohle im Osten auch genannt wurde, blieb entweder im Boden oder wurde fortan wesentlich effizienter mit großer Maschinerie gefördert.

Bei der Steinkohle sieht es ähnlich aus. Insgesamt sind heute nach Schätzungen des Der Sachverständigenrat für Umweltfragen berät die Bundesregierung auf wissenschaftlicher Basis in Umweltfragen Umweltrates insgesamt noch rund 30.000 Menschen direkt Zählt man indirekte Jobs hinzu, also solche, die bei Zulieferern oder im Dunstkreis der Kohle arbeiten, steigt die Zahl. Wie hoch, lässt sich nicht genau sagen. in der Kohle angestellt. Doch die Kraftwerksbetreiber werden viele dieser Stellen ohnehin streichen, in 2 Jahren wird es unabhängig vom Kohleausstieg noch grob geschätzt 20.000 Kohlearbeiter geben. Und die Kumpel werden auch nicht jünger:

Die Kohle-»Kumpel« werden immer älter

Anteil der in der Braunkohlewirtschaft Beschäftigten unter 60 Jahren

Quelle: Umweltrat

Gesamtwirtschaftlich gesehen sind diese Zahlen eher unbedeutend. Klimaschutz und Energiewende müssen als übergeordnete Interessen der gesamten Menschheit Vorrang haben vor dem Erhalt dieser ohnehin verschwindenden Arbeitsplätze.

Für die Gastautor Clemens Weiss beschreibt, wie sich der US-Bundesstaat West Virginia aus dem Kohlegriff lösen will einzelnen Regionen ist die Kohle aber enorm wichtig, weshalb man die Probleme ernst nehmen muss, die sich vor Ort aus dem Ausstieg ergeben. Das geschieht nicht, indem man das Unausweichliche auf die lange Bank schiebt, sondern indem man für die Jobs, die früher oder später ohnehin wegfallen, Ersatz schafft und an Lösungen arbeitet.

Wie das geht, macht zum Beispiel Greenpeace Energy vor: Der Energieanbieter bietet den neuen Stromtarif Alle Infos zum Tarif Solarstrom Plus gibt es hier »Solarstrom plus« an, bei dem für jede verkaufte Kilowattstunde 1 Cent in den Ausbau der Erneuerbaren in die Noch-Reviere fließt.

Klar ist auch: Ohne zusätzliches Geld aus der Politik wird das nicht genügen. Darüber, dass es das geben soll, sind sich die Parteien ungewöhnlich einig. Was damit in den Braunkohlegebieten passieren kann, hat das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung über die regionale Energiewende in den Braunkohlerevieren (2017) untersucht. Das Ergebnis:

Fazit: Der drohende Jobverlust ist insgesamt gering. Mit dem Geld, das alle Parteien versprochen haben, lässt er sich vollständig abfangen. Die Tradition des Bergbaus wird mit oder ohne Kohleausstieg bald ein Ende nehmen.

Angst Nummer 3: »Der Strom wird viel teurer!«

Ob der Kohleausstieg teuer ist, ist eine Frage der Perspektive: Für die Betreiber der Kohlekraftwerke lautet die Antwort wohl erstmal »ja!«. Vor allem, weil die Kohle teilweise durch teureres Erdgas ersetzt würde, kämen auf sie in den Jahren 2020–2045 zusätzliche Kosten von insgesamt gut 23 Milliarden Euro zu, Studie über die ökonomischen Effekte des Kohleausstiegs (2017) schätzt die ewi Energy Research & Scenarios gGmbH.

Für die, die den Kohlestrom ersetzen werden, sieht die Sache anders aus – sie können mit Gas, Wind und Sonne rund 7,5 Milliarden Euro zusätzlich verdienen.

Gewinner und Verlierer des Kohleausstiegs

Ökonomische Effekte nach Kraftwerkstyp in Deutschland: Betreiber von Gaskraftwerken und Erneuerbare-Energien-Anlagen verdienen; Betreiber von Kohlekraftwerken machen Verluste.

Quelle: ewi Energy Research & Scenarios gGmbH

Und die Verbraucher? Mit Blick auf die Stromrechnung steigen die Kosten in diesem Zeitraum um 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Dieser Blick berücksichtigt allerdings nicht die enormen Finanzhilfen, Das umfasst diverse Steuervergünstigungen, zum Beispiel beim Strom und auf Verbrennungsautos, aber auch kostenlose CO2-Zertifikate, Kredithilfen und die Übernahme von Risiken für Mensch und Umwelt für die Kraftwerksbetreiber. die die Menschen in Deutschland Jahr für Jahr in die fossilen Brennstoffe stecken. Rechnet man auch Öl und Gas mit, so fließen nach Studie über versteckte Subventionen für fossile Energieträger (2017) Berechnungen des Forums ökologisch-soziale Marktwirtschaft rund 46 Milliarden Euro in die Fossilen – pro Jahr! Davon fließt zwar nicht das meiste in die Kohle, die 1,5 Milliarden Euro Strompreiserhöhung holt die Allgemeinheit aber leicht wieder rein.

Fazit: Ein wenig zu sorgen brauchen sich aber nur RWE und Co. Für die Steuerzahler ist ein Kohleausstieg unterm Strich eine lohnenswerte Angelegenheit.

Angst Nummer 4: »Deutschland macht sich mal wieder vor aller Welt zum Gespött!«

Lauschen wir Vertretern der Industrie, hören wir nicht selten, dass die Kollegen im Ausland über die hohen Strompreise in Deutschland lachen. Schließlich haben auch Atomausstieg und Energiewende nicht nur Lob, sondern auch internationales Kopfschütteln ausgelöst.

Unabhängig von der persönlichen Haltung wäre Deutschland, wenn es heute den Kohleausstieg ankündigte, bereits ein Nachzügler. Zu den Ländern, die den Kohleausstieg bis 2030 bereits beschlossen haben, gehören Diese Länder haben den Kohleausstieg bereits beschlossen, Umweltmagazin e360 der Yale Universität (englisch, 2017) unter anderen:

  • Die Niederlande,
  • Frankreich,
  • Kanada,
  • Italien,
  • Großbritannien,
  • Mexiko,
  • Neuseeland.

Sicher ist: Das Einhalten internationaler Verträge hilft dem Ansehen Deutschlands in der Welt, und ein krachendes Scheitern beim Einhalten des Klimavertrags von Paris Die COP23 – Conference of the Parties – fand 2017 zum vierten Mal in Deutschland und zum dritten Mal in Bonn statt. Die COP1 fand 1995 in Berlin statt. Auf der COP21 im Jahr 2015 in Paris wurde das sogenannte »Paris Agreement« (»Übereinkommen von Paris«) entwickelt, am 12. Dezember 2015 wurde es verabschiedet und am 4. November 2016 trat es in Kraft. Bis dahin hatten es 55 Staaten ratifiziert, die gemeinsam für 55% der Emissionen verantwortlich sind. Mittlerweile erkennen das Abkommen alle Staaten der Erde an (Syrien und Nicaragua waren die beiden letzten im November 2017), auch wenn Trump im Juni angekündigt hatte, dass die USA austreten würden. So soll die Globale Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius begrenzt werden. gehört ganz sicher dazu.

Fazit: Deutschland wäre mit einem Kohleausstieg international in guter Gesellschaft.

Gesundheit, Natur, vor allem der Klimaschutz und sogar die Versorgungssicherheit sprechen für einen schnellen Kohleausstieg. Angst davor braucht niemand zu haben – vorausgesetzt, die Zahlen stimmen.

Unsplash / Caleb Woods - CC0

 

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