Interview 

»Making Utopia Possible«

Utopien ermöglichen? Uwe Schneidewind leitet seit 6 Jahren das Wuppertal Institut und arbeitet genau daran. Wir haben mit ihm über die notwendigen Bausteine, Öko-Diktaturen und seinen Glauben an den Humanismus gesprochen.

4. August 2016  10 Minuten

Am heißesten Tag des Jahres 2015 lernen wir Uwe Schneidewind bei einer Veranstaltung in Berlin kennen. Das Thema: »Wandel Unternehmen«. Die Luft ist zu stickig, um lange um den heißen Brei herumzureden: Ihm gefällt Perspective Daily, obwohl zu dem Zeitpunkt nicht viel mehr als die Idee steht. Er wird zu einem unserer ersten Fürsprecher.

Der Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie ist davon überzeugt, dass wir viel mehr Initiativen brauchen, die uns neue Handlungs-Spielräume eröffnen, indem sie Wissen teilen und Fähigkeiten vermitteln. Wir von Perspective Daily schätzen die interdisziplinäre Forschung des Wuppertal Instituts. Sie erschafft genau dieses Wissen. Dem ersten Treffen sind weitere gefolgt, der offene Austausch auf Augenhöhe mit Uwe und seinen Kollegen ist die beste Voraussetzung für unsere konstruktive Zusammenarbeit – ohne Dogmen und Eitelkeiten. Mit diesem Interview machen wir den Anfang.

»Jetzt geht es darum, an den Utopien der nächsten Generation zu arbeiten«

Seit 1990 zeigt das Wuppertal Institut Wege zu einer ökologisch und sozial gerechteren Welt auf. Dafür erforscht und entwickelt es »Leitbilder, Strategien und Instrumente für Übergänge zu einer nachhaltigen Entwicklung«: Wie funktioniert emissionsfreier Stadtverkehr? Wie kriegen wir 10 Milliarden Menschen satt? Wie schaffen wir sinnvolle Arbeit für alle? Und das alles, ohne unseren Wohlstand aufzugeben? Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir eine »große Transformation« in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft. Uwe Schneidewind erklärt im Interview, wie wir das schaffen.

Titelbild: Wuppertaler Schwebebahn, Station: Werther Bruecke 1913 (US Library of Congres) - CC0

von Felix Austen 

Dem Physiker Felix geht es ums Klima, um Landwirtschaft, Energie und Umwelt. Was können Wissenschaft, Politik und Gesellschaft tun, damit alle auf der Welt, mit der Welt und von der Welt gut leben können? Genau: Der heilige Gral der Nachhaltigkeit!


von Han Langeslag 

Han geht es um Verantwortung, denn unser Handeln hat heute mehr Einfluss auf das globale Geschehen als je zuvor. Sind wir darauf vorbereitet? Wie können wir überhaupt noch eine Übersicht über die komplexen Zusammenhänge bekommen? Fachlich reicht seine Perspektive als Wirtschaftswissenschaftler, Psychologe und Neurowissenschaftler vom Individuum bis hin zum globalen Handelssystem.

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